Eva Rottstedt und Maike Grabow unterstützen das Kulturbüro bei der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern (Foto: © Stadt MG)

Mönchengladbach. Das Kulturbüro hat neue Unterstützung bekommen: Seit Ende letzten Jahres ist Eva Rottstedt eine feste Ansprechpartnerin im Kulturbüro, die nur für das c/o-Programm und Fundraising zuständig ist. Unterstützung bekommt sie dabei seit März 2022 für die nächsten zwei Jahre von Maike Grabow. Zusammen wollen sie neue Strukturen schaffen, die es der Künstler*innenschaft in Mönchengladbach erlaubt, sich weiter zu entfalten und sichtbarer zu werden.

Da Eva Rottstedt bereits in Galerien in Düsseldorf und Köln gearbeitet hat, weiß sie, wie es in der Kunst- und Kulturszene in den Metropolen Köln und Düsseldorf zugeht und welche Probleme dadurch für Städte wie Mönchengladbach entstehen. „Städte sind im Wandel. Sie stehen auch in einem gewissen Wettbewerb. Das bedeutet für die Kultur und ihre Akteure, dass es dabei oft schwieriger wird Raum und Gehör zu finden“, erklärt die neue Sachbearbeiterin für die c/o-Künstler*innenförderung. Doch sieht sie auch, dass die Stadt Mönchengladbach in den nächsten Jahren eine große Veränderung im Stadtbild erfahren wird und sich dadurch für die Kunst- und Kulturszene viele Möglichkeiten zur Entfaltung bieten: „Ich freue mich daher sehr, die positive Entwicklung in Mönchengladbach miterleben und mitgestalten zu dürfen.“

Durch ihre Fertigkeiten und die Erfahrungen der Volontärin Maike Grabow werden sie neuen Schwung in die Kunstwelt in Mönchengladbach bringen. „Ich freue mich darauf, die Künstler und Künstlerinnen kennenzulernen und ihnen dabei zu helfen, ihre Arbeiten und Ausstellungen sichtbarer zu machen“, erklärt Maike Grabow. Die neue Volontärin erkennt das Potenzial der sozialen Medien für die Künstler*innenschaft und findet die Kommunikation zwischen den Akteuren besonders wichtig: „Es geht nicht nur darum, den Mönchengladbachern zu zeigen, welche Künstler*innen es in der Stadt gibt, sondern auch die Künstler und Künstlerinnen miteinander zu vernetzen.“

Bei ihrem ersten gemeinsamen großen Projekt, der Ausstellung „Kunst im Rathaus“, schöpfen dabei beide aus ihren Erfahrungen. „Während Eva Rottstedt sich mit dem Kuratieren der Ausstellung beschäftigt, kümmere ich mich um die konzeptionelle und redaktionelle Arbeit“, erklärt die Volontärin. Bis zur Eröffnung der Ausstellung am 14. Mai ist noch einiges zu tun und auch andere Projekte stehen an, über die sich Interessierte auf der c/o-Website oder in den sozialen Medien informieren können.

Als gebürtige Ostfriesin zog es Eva Rottstedt über mehrere Wegmarker an den Niederrhein. Sie zog zum Studium erst nach Hildesheim und später nach Marburg. Nach dem Bachelorstudium „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ wurde sie im Masterstudiengang „Bildende Kunst und künstlerische Konzeptionen“ selbst künstlerisch aktiv. Sie realisierte große Malereien und multimediale Installationen. Als aktive Künstlerin durfte sie selbst von der Künstler*innenförderung der Stadt Marburg profitieren und nahm im dortigen Kunstverein an einer Gruppenausstellung teil. Nach dem Studium übernahm die Ostfriesin die Leitung einer Galeriekette für Fotografie, zunächst in Düsseldorf und danach in Köln. Dort lernte sie vor allem die finanzielle Seite der Kunstvermarktung kennen und war für die Verwaltung und Organisation der Galerie verantwortlich. Dort wuchs in ihr der Wunsch, in der ganzheitlichen Künstler*innenbetreuung für die Personen hinter den Werken zu arbeiten. Ihr Weg führte sie so nach Mönchengladbach.

Maike Grabow zog es nach ihrem Studium wieder an den Niederrhein. Als gebürtige Moerserin fühlt sie sich in Mönchengladbach fast wie zu Hause. Zuvor verschlug es sie für ihr Bachelorstudium in „Theaterwissenschaft“ und „Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft“ nach Bochum und für den Masterstudiengang „Multimedia und Autorschaft“ nach Halle (Saale). Da sie in Bochum selbst als Performance-Künstlerin tätig war, kennt Maike Grabow die Herausforderungen, vor denen eine Künstlerin steht und weiß daher Unterstützung sehr zu schätzen. Einen Zugang zur digitalen Kommunikation und den Medien fand sie während ihrer Arbeit als Redakteurin, freie Theaterjournalistin sowie Filmemacherin und der Konzeption sowie Durchführung verschiedener Social-Media- und Multimedia-Projekte. Durch diese Erfahrungen, die sie ins Kulturbüro mitnimmt, ist ihr bewusst, wie wichtig Öffentlichkeitsarbeit ist und wie selten doch Kunstprojekte sichtbar sind.

Beitrag drucken
Anzeigen