Nazmi Özbek im Gespräch mit Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert und Charlotte Quik MdL (Foto: privat)

Wesel. Gonca Türkeli-Dehnert besucht auf Einladung der Landtagsabgeordneten Charlotte Quik und der CDU Wesel die Räumlichkeiten an der Caspar-Baur-Straße

Zu einer Diskussion rund um das Thema „Integration“ war die NRW-Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert auf Einladung der Landtagsabgeordneten Charlotte Quik und der CDU Wesel am vergangenen Dienstag nach Wesel gekommen. Auf dem Programm stand ein Besuch der DiTIB Türkischen Gemeinde zu Wesel e.V. 1984 in den Räumlichkeiten an der Caspar-Baur-Straße. Mit dabei waren CDU-Ratsmitglied Wolfgang Lingk, der sachkundige Bürger André Nitsche (ebenfalls CDU) und der Vorsitzende des Weseler Integrationsrates, Cihan Sarica.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Nazmi Özbek entwickelte sich nach einer Vorstellung der Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert eine lebhafte Diskussion unter den vielen Anwesenden in den Gemeinderäumen. Viele Themen wurden angesprochen, angefangen bei Problemen mit der Doppelten Staatsbürgerschaft über ein mögliches Kommunalwahlrecht für langjährige hier wohnende Immigranten ohne deutschen Pass bis hin zur Pflege im Alter. Gonca Türkeli-Dehnert berichtete von ihrem Einsatz im Kampf gegen Rassismus und wies auf die von der Landesregierung geplanten Meldestellen für Fälle von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit hin, die die Landesregierung derzeit aufbaut.

Charlotte Quik zeigte sich von der herzlichen Aufnahme und der konstruktiven Diskussion angetan: „Ich freue mich sehr über die Integrationsarbeit der Türkischen Gemeinde Wesel. Nordrhein-Westfalen und seine Menschen sind vielfältig und weltoffen. Unser Land ist Zuwanderungs- und Integrationsland. Bei uns sollen alle eine Heimat finden, egal wo sie geboren sind. Alle, die zu uns kommen und mit uns und nach unseren Gesetzen und Werten leben, sind eine Bereicherung. Das gehört zur DNA unseres Landes. Damit das so bleibt, haben wir das bundesweit modernste Integrationsgesetz geschaffen und die Kommunen erstmals mit genug Geld für die Integration ausgestattet. Sie ist für uns eine Querschnittsaufgabe: Bildung und Ausbildung, Wirtschaft und Arbeit, Ehrenamt und Sport sind nur einige Beispiele, bei denen Integration in Nordrhein-Westfalen erlebt und erfolgreich gelebt wird. Damit sind wir Vorbild für andere Länder.“

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