Am 13. Mai 1972 unterzeichneten Oberbürgermeister Wilhelm Wachtendonk und M.Custers, Bürgermeister von Roermond (v.l.n.r.) die Partnerschaftsurkunde (Foto: © Stadtarchiv MG)

Mönchengladbach/Roermond. Roermonds Bürgermeisterin Rianne Donders-de Leest trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein – Kontakte zwischen den Städten sollen intensiviert werden

Am 13. Mai 1972 unterzeichneten Roermonds Bürgermeister M. Custers und Oberbürgermeister Wilhelm Wachtendonk im alten Rathaus von Roermond die Partnerschaftsurkunde und setzten damit einen Beschluss der beiden Stadträte um. Auf den Tag genau 50 Jahre später begrüßte Oberbürgermeister Felix Heinrichs seine Amtskollegin Rianne Donders-de Leest heute (13. Mai) im Rathaus Abtei, die sich zu diesem besonderen Anlass ins Goldene Buch der Stadt eintrug. „Die bestehenden Beziehungen zwischen unseren Städten und ihren Bürgern zu vertiefen, kulturellen Austausch jeglicher Art zu fördern, gemeinsame Probleme im gegenseitigen Beistand zu lösen und so unsererseits zur Europäischen Einheit in Frieden und Wohlstand beizutragen“, zitierte Oberbürgermeister Felix Heinrichs die Ziele, die zur damaligen Besiegelung der Partnerschaftsurkunde formuliert wurden. „Ich glaube, die Urkunde könnten wir heute genauso unterschreiben. Wie wichtig Frieden zwischen Ländern und Menschen ist, erleben wir in diesen Tagen in der Ukraine leider allzu deutlich. Gewalt und Terror gehen hier vom direkten Nachbarstaat aus. Da hilft nur noch stärkerer Zusammenhalt innerhalb der europäischen Gemeinschaft“, betonte Oberbürgermeister Felix Heinrichs.

Roermonds Bürgermeisterin Rianne Donders de Leest, die Oberbürgermeister Felix Heinrichs als besonderes Gastgeschenk eine Kopie der im Stadtarchiv von Roermond eingelagerten Partnerschaftsurkunde überreichte, unterstrich den Beitrag, den Städtepartnerschaften wie die zwischen Mönchengladbach und Roermond zur europäischen Einheit und zum Frieden leisten. „Neben einer Verstärkung der Verwaltungskontakte mit Mönchengladbach will unsere Stadtverwaltung ausdrücklich auch unsere örtliche Bevölkerung, Kultur- und Sportvereine und die Wirtschaft mit einbeziehen“, so die Bürgermeisterin. „Es gab zwar schon in der Vergangenheit zahlreiche kulturelle Begegnungen zwischen unseren Städten, leider war der gemeinsame Austausch in den letzten Jahren aber nicht mehr ganz so intensiv. Deshalb machen wir heute den ersten Schritt mit der Absicht, unserer Partnerschaft neue Impulse zu geben, wobei wir uns durchaus bewusst sind, dass wir dies nicht von oben verordnen können und wollen. Eine solche Partnerschaft muss schließlich von unseren Bürgern, Verbänden und Unternehmen mitgetragen werden. Dabei können unsere beiden Städte und die Euregio Rhein-Maas-Nord mithelfen“, so Rianne Donders-de Leest weiter. „Europa lebt nicht nur durch die Europäische Union und ihre Institutionen, sondern auch durch gute Nachbarschaft und direkte Kontakte über die Grenzen hinweg“, so Roermonds Bürgermeisterin weiter, die Oberbürgermeister Felix Heinrichs gleich zu einem Gegenbesuch im Herbst einlud.

Roermonds Bürgermeisterin Rianne Donders-de Leest trug sich zum 50jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft ins Goldene Buch der Stadt ein (Foto: © Stadt MG )

Beim gestrigen Treffen standen weniger rückblickend fünf Jahrzehnte Städtepartnerschaft, sondern vielmehr Überlegungen im Vordergrund, wie zukünftig die Kontakte wieder verstärkt und intensiviert werden können. Vor diesem Hintergrund reiste mit Bürgermeisterin Rianne Donders de Leest auch eine Delegation aus Verwaltungsvorstand, Ratsmitgliedern und den Verantwortlichen für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung nach Mönchengladbach, um sich am Nachmittag in Kurzworkshops zu den Themenfeldern Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Tourismus/Stadtmarketing sowie Kultur und Sport auszutauschen.

Von Mönchengladbacher Seite nehmen der Verwaltungsvorstand, Vertreter der Euregio Rhein-Maas-Nord und der Euregio Verbandsversammlung sowie Vertreter aus Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Politik an diesem Austausch zur zukünftigen Zusammenarbeit teil. Zuvor gab es noch einen Stadtrundgang rund um den Abteiberg, der historischen Wurzel der Stadt, unter dem Thema „Stadt im Wandel“. Dabei ging es  unter anderem auch über die Hindenburgstraße, die zukünftig nach den Plänen des niederländischen Planungsbüros Korres en Brans aus Hilversum umgestaltet werden soll.

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