Die Mitglieder des Rotary Clubs Willich beim verladen des LKW (Foto: Rotary Willich)
Die Mitglieder des Rotary Clubs Willich beim verladen des LKW (Foto: Rotary Willich)

Willich. Seit dem Kriegsbeginn vor drei Monaten wurden in der Ostukraine nicht nur militärische Ziele zerstört – immer wieder richten sich die russischen Angriffe auch gegen die zivile Infrastruktur. Mit verheerenden Folgen: In zahlreichen Gesundheitseinrichtungen ist eine kontinuierliche Stromversorgung – wie sie insbesondere für lebenserhaltende Not-Operationen unerlässlich ist – nicht, oder nur eingeschränkt, möglich.

Grund genug für die Mitglieder des Rotary Clubs Willich, in Zusammenarbeit mit der Neusser Initiative „Kleine Hilfsaktion e.V.“, sechs leistungsstarke Notstromaggregate für die Krankenhäuser in der Region um Charkiw bereitzustellen und – gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfer*innen der „Gesellschaft Bochum-Donezk e.V.“ – für den Transport in Richtung Kriegsgebiet zu verladen.

Prof. Dr. Thomas Foitzik, Präsident des Rotary Clubs Willich, erklärt: „Als örtlicher Service-Club sammeln wir im Rahmen der Ukraine-Hilfe bereits seit Anfang April Sachspenden, um diese in Willich und Umgebung geflüchteten Menschen aus der Ukraine zugutekommen zu lassen.“

„Die Notstromaggregate sollen dazu beitragen, eine stabile und netzunabhängige Stromversorgung in den Krankenhäusern entlang der umkämpften Gebiete der Ostukraine und damit die medizinische Versorgung von Schwerverletzten zu sichern“, so Foitzik.

Neben den sechs Notstromaggregaten fanden weitere 23 Tonnen medizinische Ausrüstung, Nahrungsmittel und Kleidung im 40-Tonner des ukrainischen Transporteurs Platz. Am Schluss waren sich – trotz schweißtreibender Temperaturen – alle Helfer*innen einig: „Für die Menschen in der Ukraine würden wir jederzeit wieder die Ärmel hochkrempeln und anpacken!“

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