In einem leerstehenden Ladenlokal an der Hauptstraße in Rheydt ist der Aktionsraum Jugend entstanden. Beim Ortstermin dabei (v.l.n.r.): OB Felix Heinrichs, Mitarbeiterin Fee Dorsten, Jugendamtsleiter Klaus Röttgen, Mitarbeiterin Maria Jackschitz, Sozialdezernentin Dörte Schall und Bezirksvorsteher Ulrich Elsen (Foto: Stadt MG)

Mönchengladbach. In einem leerstehenden Ladenlokal an der Hauptstraße 36 haben sich Jugendliche mit Unterstützung von Stadt und SKM einen eigenen Treffpunkt geschaffen

Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Sozialdezernentin Dörte Schall und weitere Gäste aus Politik und Verwaltung besuchten am Montag (23. Mai) den neuen Aktionsraum für Jugendliche an der Hauptstraße 36 mitten in Rheydt. Bei einem Rundgang mit mehreren Stationen erlebten sie das partizipative Angebot aus den Augen der Jugendlichen.

Der Aktionsraum ist ein Angebot des städtischen Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie, in Kooperation mit dem SKM Rheydt e.V.  Es richtet sich an alle jungen Menschen im Alter von 13 bis 21 Jahren in der Rheydter City, insbesondere an solche, die ansonsten nur eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten haben.

OB Felix Heinrichs: „Heranwachsende benötigen Treffpunkte, in denen sie mitgestalten und mitentscheiden können, an denen sie akzeptiert werden, mit dem sie sich identifizieren und in denen es mal nicht um Konsum geht. Genau solch einen Ort haben sich die Jugendlichen mit dem Aktionsraum in den vergangenen Monaten geschaffen. Ich bin beeindruckt davon, was die Heranwachsenden hier gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Das ist ein weiterer Baustein, um in Rheydt Jugendliche von der Straße zu holen.“

Am 1. Februar gab es auf der Hauptstraße 36 bloß ein leeres Ladenlokal. Jetzt ist ein bunter, lebendiger Aufenthaltsort mit einer Chill-Ecke inklusive Spielkonsole, einer Leseecke, Spiel- sowie weiteren Freizeitangeboten. Und dies alles durch die Jugendlichen selbst.

„Das Besondere an diesem Raum ist, dass die Jugendlichen hier mitbestimmen können. Sie bringen ihre Ideen und Wünsche ein und entscheiden dann gemeinsam mit dem Team vor Ort, was hier passiert und wie der Raum gestaltet wird“, erklärt Maria Jackschitz vom Team des Aktionsraums. Ihre Kollegin Fee Dorsten, ergänzt: „Genau das bedeutet Partizipation. Ein gutes Beispiel dafür ist gerade unser Theken-Team. Die Mädchen und Jungen sitzen zusammen und überlegen, wie die neue Bar aussehen soll. Die wird dann im Sommer mit allen zusammengebaut.“ Ergänzt wird das Programm im Aktionsraum durch Angebote und Projekte von verschiedenen Kooperationspartnern aus Rheydt.

Damit die Jugendlichen mitmachen, gibt es eine Ideenwerkstatt. Hier können sie ihre Gedanken und Interessen an einer großen Wand aufschreiben. Es werden verschiedene Teams gebildet, die sich dann jeweils um ein Projekt kümmern. Unter Beteiligung der Besucher*innen wird im Sommer dann ein Name für den Aktionsraum gesucht. Einen Teil dieses Prozesses durften am Montag auch Felix Heinrichs, Dörte Schall und weitere Gäste durchlaufen. Sie besichtigten die Räumlichkeiten und konnten direkt vor Ort die Ideenwerkstatt ausprobieren.

„Es ist ein besonderes Angebot für junge Leute, mitten in der Rheydter Innenstadt. Hier werden sie ernst genommen und es entstehen tolle Projekte, die sich die Jugendlichen selbst ausdenken“, so Sozialdezernentin Dörte Schall.

Alle Informationen sowie Öffnungszeiten und Aktuelles zum Aktionsraum gibt es auf Instagram: @Aktionsraum_Jugend

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