Symbolischer Spatenstich mit OB Thomas Westphal, Schulleiter Markus Katthagen, stellv. Leiter Städtische Immobilienwirtschaft Ahmet Gönen und Vertretern der ausführenden Baufirma KLEUSBERG sowie Schüler*innen des IKG und Vertreter*innen der Bezirksvertretung Brackel und des Bau- und des Schulausschusses (Foto: Anja Kador, Dortmund-Agentur)

Dortmund. 19 Millionen Euro für die Bildung

Um Bildungsgerechtigkeit und weitere Chancen für alle Schüler*innen zu schaffen, werden kurzfristig und zielgerichtet über 80 Neu- und Erweiterungsbauten in ganz Dortmund benötigt.

In diesem Zuge wird das Immanuel-Kant-Gymnasium, eines der Projekte aus dem im Dezember 2019 beschlossenem Schulbauprogramm, um ein zusätzliches Gebäude erweitert. Oberbürgermeister Thomas Westphal hat heute den Baubeginn mit einem Spatenstich symbolisch eingeläutet. Der Bau des Gebäudes wird mithilfe der Modulbauweise realisiert und soll bereits zum Jahresende fertiggestellt werden. Den anwesenden Schüler*innen erläuterte der Oberbürgermeister die Bauweise mit einem Vergleich zu Lego-Bausteinen. „Wenn man weiß, was man bauen will und alle Bauteile dafür da sind, kann es ganz schnell gehen.“

Die Modulbauweise vermeidet am Schulzentrum Asseln Interimslösungen während der Bauphase. Der schnellere Bauablauf erklärt sich dadurch, dass die Gründung des Bodens vor Ort und der Bau der Module im Werk gleichzeitig geschehen können. Für den Standort ist das zudem von großem Vorteil, weil Baulärm nur während der Gründung entsteht. Die Montage der Module erfolgt vergleichsweise geräuscharm. Nach Fertigstellung der Gründung werden die Module vor Ort in nur vier Wochen zusammengefügt.

Das zusätzliche Gebäude mit mehr als 5.000 m² Bruttogeschossfläche bietet Platz für einen weiteren Schulzug in der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II, sodass das Immanuel-Kant-Gymnasium zu einem sechszügigen Gymnasium erweitert wird. Zusätzlich werden bisher fehlende Fachräume (Biologie, Physik, Musik, Hauswirtschaft und Technik) untergebracht sein.

Zukunftsfähige Schulbauten müssen einerseits den heutigen pädagogischen und räumlichen Anforderungen sowie gleichzeitig den baulich-technischen Standards entsprechen. Daher werden die Unterrichtsräume nach der Dortmunder Schulbauleitlinie in Clusterbauweise angeordnet – das heißt, dass sich die Unterrichtsräume um eine 120 m² große Clustermitte formieren. Verglasungen in den Wänden sorgen für Sichtbeziehungen zwischen den Räumen.

Die Bauzeit des gesamten Gebäudes (inklusive der Arbeiten im Inneren) wird voraussichtlich acht Monate betragen mit angepeilter Fertigstellung im Dezember. Als Kostenrahmen dafür sind 19 Millionen Euro veranschlagt.

Bereits in den vergangenen zehn Jahren hat die Stadt Dortmund an dem Schulstandort des Immanuel-Kant-Gymnasiums (IKG) und der Max-Born-Realschule Investitionen in Höhe von ca. 30 Millionen Euro vorgenommen. Beispielhaft können hierfür der Neubau der Sporthalle des IKG im Jahr 2016 mit einem Investitionsvolumen von etwa 3,7 Millionen Euro sowie die Grundsanierung beider Schulen im Zeitraum 2015 bis 2019 für rund 20 Millionen Euro genannt werden.

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