(Foto: DLRG)

Goch. Dieses Jahr im Haus am See

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rettet deutschlandweit 1655 Menschen vor dem Ertrinken. Die DLRG ist neben der reinen Schwimmausbildung ein sehr vielseitiger Verein. Das hat man deutlich bei der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gesehen.

“Wir sind die Experten in der Schwimmausbildung als eine der wichtigsten Säulen nach dem Ausbildungsstau bedingt durch die Corona-Pandemie. Eine Kampagne zur Schwimmausbildung wird deutschlandweit angeboten. Knapp 500 der 1933 Gliederungen macht bei dieser mit. Jedoch kann die DLRG auch anders. Unsere Einsatzmannschaften rund um den Wasserrettungsdienst und Katastrophenschutz sind die Experten für Gefahrenlagen im, am und auf dem Wasser”, machte Ute Vogt, Präsidentin der DLRG auf der Bundespressekonferenz anhand von Beispielen der Flutkatastrophe 2021 in Goch deutlich klar.

Dabei wirbt Sie zugleich für weitere ehrenamtliche Kräfte, die den Verband stärken. „Jeder ist herzlich Willkommen“, so die Präsidentin. Auch Stefan Albrecht, Landesverbandspräsident der DLRG in Nordrhein stellt die Eindrücke der Flutkatastrophe sehr anschaulich und emotional dar. Er unterstreicht, dass er sehr stolz auf seine Mannschaft ist, was die Hilfsbereitschaft aber auch Professionalität betrifft – das alles unentgeltlich. Achim Wiese schließt an und belegt die Aussagen der Vorredner mit weiteren statistischen Zahlen und gibt einen Ausblick auf die Schwerpunkte, die die DLRG in nächster Zeit angehen wird. Das Wissen um die Aufgabenbreite und Leistungsfähigkeit der DLRG in der Politik zu platzieren und für öffentlich Mittel zu werben, ist eine davon.

Falk Neutzer, Leiter der Ortsgruppe Goch stellt heraus, dass die DLRG Goch eigentlich alles abbildet, was die Vorredner an Tätigkeiten beschrieben haben. „Wir machen alles außer Tauchen“, sagt er und stellt damit die Breite der Tätigkeitsfelder der zirka tausend mitgliederstarken Ortsgruppe heraus. “Wir haben zu Corona zirka 200 Mitglieder verloren. Wir gehen jedoch gestärkt aus der Pandemie hervor und verspüren aktuell eine deutliche Motivation unter den Ehrenamtlichen, die Aufgaben, die vor uns liegen, anzugehen.”

Nach dem offiziellen Teil der Bundespressekonferenz, der durch das Präsidium ausgerichtet wurde, war die DLRG Goch an der Reihe. Um die Einsatzfähigkeit zu präsentieren, hatten die Gocher Lebensretter eine Übung „Rettung einer ermüdeten Schwimmerin mit dem IRB-Boot“ vorbereitet. Film und Fernsehen war so begeistert, dass die Übung vier Mal durchgeführt wurde, um von allen Seiten zu filmen.

Anschließend ging es zur 2. Station, der Versorgung eines Beinahe-Ertrunkenen ohne Bewusstsein und Atmung. Zwei Wasserretter der DLRG Goch belebten die Puppe mit Sauerstoff, Beatmungsbeutel und AED wieder. Die dritte und letzte Station war das Szoning, wo die Flaggen und ihre Bedeutung präsentiert wurden, die am Strand an den Küsten eingesetzt werden.

Nach einem kurzen Abschlussstatement durch die Präsidentin fand die Bundespressekonferenz in Goch bei bestem Wetter ihren sehr gelungenen Abschluss.

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