(Foto: privat)

Xanten. Der Niedergermanische Limes steht bereits seit Juli 2021 auf der Liste der UNESCO-Welterbestätten. Das UNESCO-Welterbe verzeichnet nun fünf Abschnitte des früheren römischen Grenzverlaufs: Neben dem Niedergermanischen und dem Donaulimes sind dies der Hadrianswall in England (seit 1987), der Antoninuswall in Schottland (seit 2008) und der Obergermanisch-Raetische Limes in Süd- und Südwestdeutschland (seit 2005). Somit reicht das „Transnationale Welterbe“ von den britischen Inseln bis in die Slowakei.

Als Flussgrenze bietet der Niedergermanische Limes spezifische Eigenheiten und Entwicklungen. Fast 400 Jahre bildete der Rhein die natürlichen Barrieren und diente somit als Grenzverlauf. Mauern oder Palisaden wurde hier nicht angelegt. Die Grenzlinie war ein wichtiger Faktor für den Nah- und Fernhandel. Um diesen zu überwachsen legten die Römer kleinere und größere Kastelle, sowie Wachtürme und eine Militärstraße an.

Die Tourist Information Xanten GmbH ist dem Verein Deutsche Limes-Straße beigetreten. Der LVR-Archäologische Park und das LVR-RömerMuesuem liegen auf dem einstigen Gelände der Römerstadt Colonia Ulpia Traiana und zeigen beeindruckende Rekonstruktionen, wie zum Beispiel den Hafentempel und das Amphitheater, Wohnhäuser und farbenprächtige Therme. All dies vermittelt einen lebendigen Eindruck vom römischen Alltag in Niedergermanien.

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