Das Team des Bewegungsprogramms "10.000 Schritte Düsseldorf" vor dem Rheinturm (Foto: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)

Düsseldorf. 986 Stufen sind es vom Boden bis zur Spitze des Düsseldorfer Fernsehturms. Anlässlich des Bewegungsprogramms „10.000 Schritte Düsseldorf“ der Universitätsmedizin Düsseldorf sind nun einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer die knapp 1.000 Stufen hochgelaufen – darunter auch sechs Teilnehmer des Umweltschutzzugs der Freiwilligen Feuerwehr in kompletter Montur.

Das Bewegungsprogramm „10.000 Schritte Düsseldorf“ vom Institut für Medizinische Soziologie an der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) und des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) möchte Düsseldorf zu mehr Bewegung motivieren. Denn: Der Berufsalltag, Freizeitstress, veränderte Lebensgewohnheiten und andere Faktoren machen es vielen Menschen immer schwerer, sich genügend zu bewegen. Das hat auch Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung und stellt die Gesellschaft vor große Herausforderungen: Von Rückenschmerzen bis hin zu Diabetes und Herzkreislauferkrankungen. Regelmäßige Bewegung kann wesentlich dazu beitragen, das Erkrankungsrisiko zu senken und das Wohlbefinden der Menschen zu stärken.

Bewegung lässt sich gut in den Alltag integrieren. „Unser Programm gibt zum Beispiel Tipps, wie Bewegung ganz selbstverständlich in den Alltag integriert werden kann. Die Leute sind immer überrascht, wie viele Schritte dann doch zusammenkommen. Sport kommt dann ja noch ergänzend dazu“, erklärt Prof. Dr. Claudia Pischke die Ziele des Programms.

Hintergrund „10.000 Steps NRW“

Die Grundidee von „10.000 Schritte Düsseldorf“ basiert auf einem Projekt aus der belgischen Stadt Gent, die Materialien beruhen auf denen des flämischen Instituts für gesundes Leben und der Universität Ghent. Gefördert durch das Präventionsforschungs-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung soll nun untersucht werden, ob bzw. unter welchen Bedingungen das ursprünglich aus Belgien stammende Bewegungsförderungsprogramm „10.000 Steps Ghent“ auf Deutschland übertragen werden kann.

In der kontrollierten Interventionsstudie sollen rund 798 Personen aus der Studienregion Düsseldorf sowie der nicht an „10.000 Schritte Düsseldorf“ teilnehmenden Kontrollregion Wuppertal eingeschlossen und verglichen werden. Um beide Orte vergleichbar zu machen, werden die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer nur aus bestimmten Stadtgebieten kommen. Mit Ergebnissen der Studie wird im Herbst 2023 gerechnet. Innerhalb des Stadtgebietes konnten verschiedene Partner für das Projekt gewonnen werden. Neben Unternehmen, die das Programm ihren Mitarbeitenden vorstellen, gehört dazu insbesondere die Stadt Düsseldorf.

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