(Foto: DRK-Kreisverband Neuss e.V. – Wasserwacht)

Neuss/Rees. Heute um 13:50 Uhr wurde die SEG Wasserrettung der Wasserwacht vom DRK-Kreisverband Neuss e.V. zu dem Einsatz “Person im Rhein, Rheinstromkilometer 737-738, Schwimmer abgetrieben” alarmiert. Schon am Samstag wurde ein 63-jähriger Schwimmer bei Rees vermisst. Traurige Gewissheit gab es heute morgen: Bei dem in einem Kanal in den Niederlanden aufgefundenen Leichnam handelt es sich um den 63-Jährigen aus Hamm.

Erfolglose Suche in Neuss

Eine Person wurde dabei gesehen, wie sie beim Baden im Rhein bei Neuss abgetrieben und nach wenigen Metern plötzlich unter Wasser gezogen wurde und nicht mehr aufgetaucht ist. Daraufhin hat innerhalb von fünf Minuten das erstes Rettungsboot den Hafen verlassen, kurz darauf das zweite. Der Rheinstrom wurde im entsprechenden Abschnitt mehrfach links- und rechtsrheinisch abgesucht.

Nach dem dies erfolglos blieb, sind Taucher der Feuerwehr Düsseldorf oberhalb der ersten Kribbe neben der Stelle der letzten Sichtung ins Wasser gegangen. Das Rettungsboot hat sie dabei wasserseitig abgesichert. Auch diese Suche blieb erfolglos, sodass der Einsatz nach etwas über zwei Stunden abgebrochen wurde.

In den Einsatz eingebunden waren außerdem ein Hubschrauber der Polizei, die Wasserschutzpolizei, die Feuerwehren Neuss und Düsseldorf sowie die DLRG und der Rettungsdienst. Insgesamt waren sieben Rettungsboote im Einsatz.


Baden im Rhein bedeutet Lebensgefahr
Die Wasserwacht Neuss rät, sich ausschließlich an bewachten Gewässern wie Badeseen oder Freibädern eine Abkühlung zu suchen. Die starke Strömung, der Sog der Berufsschifffahrt sowie von der Oberfläche nicht sichtbare Wirbel und Strudel machen den Rhein auch für gute Schwimmer:innen zu einer tödlichen Gefahrenquelle.


63-Jähriger nach Baden im Rhein vermisst – Leichnam in den Niederlanden gefunden

Ein 63-jähriger Mann aus Hamm verbrachte den Samstag (18. Juni 2022) gemeinsam mit seiner Ehefrau und zwei weiteren Personen am Rheinufer bei Rees. Gegen etwa 17:15 Uhr ging der Mann zum Baden in den Rhein, umschwamm die nächstgelegenen Buhne rheinaufwärts und verschwand dann aus der Sichtweite der am Ufer Zurückgebliebenen. Die Ehefrau und die Begleiter suchten zunächst eigenständig nach dem 63-Jährigen, wählten später aber den Notruf. Die eingeleiteten Suchmaßnahmen umfassten Einsatzkräfte der Polizei an Land, der Wasserschutzpolizei, der Feuerwehr und der DLRG. Auch ein Polizeihubschrauber kam zum Einsatz. Der 63-Jährige konnte bis zum Abend nicht gefunden werden und wird aktuell vermisst. Die Ehefrau und die Begleitpersonen wurden vor Ort durch Kräfte des Rettungsdienstes sowie der Polizei betreut.

Am Montagmorgen (20. Juni 2022) wurde im niederländischen Pannerden in einem Kanal ein Leichnam aufgefunden. Traurige Gewissheit nach den Identifizierungsmaßnahmen und Ermittlungen der Kriminalpolizei: Bei dem aufgefundenen Leichnam handelt es sich um den 63-Jährigen aus Hamm. (ots)

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