Die erfolgreiche Sprengung in Holzbüttgen (Foto: © Stadt Kaarst)

Kaarst. Update 18.45 Uhr

Bild der Sprengstelle: Die Bombe liegt in einer Grube, gut abgedeckt mit Sand (Foto: © Stadt Kaarst)

Die Bombe lag in einer Grube, gut abgedeckt mit Sand. Wegen einiger Personen im Evakuierungsradius verzögerte sich die Sprengung auf ca. 18.30 Uhr. Damit war mit einer Freigabe des gesamten Bereichs gegen 19 Uhr zu rechnen.

Die Sprengung ist um 18.36 Uhr erfolgreich erfolgt. Der bisher gesperrte Bereich wird nun freigegeben. Die Einwohnerinnen und Einwohner können in ihre Wohnhäuser zurückkehren.


Im Gewerbegebiet Hüngert ist an der Daimlerstraße bei Sondierungsarbeiten eine 250-Kilogramm-Bombe mit Aufschlagzünder gefunden worden. Die Entschärfung des Blindgängers durch den Kampfmittelräumdienst wird noch heute erfolgen.

 

Evakuierung/Sperrungen

( © Stadt Kaarst)

Aus Sicherheitsgründen wird in den kommenden Stunden ein Umkreis von 350 Metern rund um die Fundstelle evakuiert. Neben den anliegenden gewerblichen Betrieben sind in diesem Radius auch rund 200 Personen in Wohngebäuden und zwei Flüchtlingsunterkünften betroffen. Für die evakuierten Personen wird eine zentrale Sammelstelle eingerichtet – für Personen mit aktueller Corona-Erkrankung im Albert-Einstein-Forum, für alle anderen Personen in der Stadtparkhalle.

Mitarbeiter der Polizei und des Ordnungsamtes riegeln das Areal rund um den Fundort ab, damit Straßen und Wege nicht weiter befahren werden können. Über den Evakuierungsradius hinaus werden weitere rund 600 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb eines 600-Meter-Radius aufgefordert, sich für die Dauer der Entschärfung innerhalb von Gebäuden aufzuhalten. Davon ist auch das Einrichtungshaus Ikea betroffen. Kundinnen und Kunden werden gebeten, ab sofort nicht mehr in Richtung des Einrichtungshauses zu fahren. Entsprechende Sperrungen werden eingerichtet.
Auch die anderen Gewerbebetriebe innerhalb der Radien sind nicht mehr anzusteuern.

Auch die S28 wird ihren Fahrbetrieb für die Dauer der Entschärfung voraussichtlich einstellen. Fahrgäste der Regiobahn werden gebeten, sich über den VRR beziehungsweise die Regiobahn über eventuelle Fahrplanänderungen zu informieren.

 

Bürgertelefon und Betreuungsstelle eingerichtet

Einsatzkräfte informieren die Anwohnerinnen und Anwohner direkt vor Ort über die Evakuierung. Eine Betreuungsstelle ist eingerichtet. Außerdem hat die Stadt eine Telefon-Hotline unter 02131 665050 eingerichtet. Die Stadt bittet Einwohnerinnen und Einwohner aus dem Evakuierungsradius mit einer aktuellen Corona-Erkrankung oder einem Pflegebedarf diese Information über die Hotline zu melden.

Das Bürgertelefon ist bis zum Abschluss der Maßnahme erreichbar. Die Stadt informiert auf ihrer Webseite und über die Social-Media-Kanäle bei Facebook, Twitter und Instagram über den aktuellen Stand.

 

S 28-Linie

Die Linie S 28 der Regiobahn wird ab sofort am Haltepunkt Ikea Kaarst vorbeifahren. Die nächste Haltemöglichkeit ist Kaarst Mitte/Holzbüttgen bzw. Neuss Hbf. Der Bahnbetrieb der Regiobahn wird auf Kaarster Stadtgebiet auch während der Sperrung aufrechterhalten. Weitere Infos auf den Seiten der Regiobahn und des VRR.

 

Evakuierung abgeschlossen (15.15 Uhr)

Die Evakuierung im inneren Radius ist abgeschlossen. Nun trifft der Kampfmittelräumdienst ein. Im Anschluss wird sich das weitere Vorgehen und der Zeitpunkt der Entschärfung entscheiden.

 

Kontrollierte Sprengung erforderlich (15.45 Uhr)

( © Stadt Kaarst)

Der Kampfmittelräumdienst kann die Bombe nicht vor Ort entschärfen. Der Blindgänger wird nun in unmittelbarer Nähe des Fundortes im weiteren Verlauf des Tages kontrolliert gesprengt. Die entsprechenden Vorbereitungen dieser Sprengung laufen an. 60 Kubikmeter Sand und 40.000 Liter Wasser werden zur Absicherung der Sprengung benötigt. Damit verlängern sich die Evakuierungsmaßnahme sowie die Sperrung des erweiterten Radius voraussichtlich bis in die Abendstunden.

 

Wahrscheinliche Freigabe gegen 18.30 Uhr (17 Uhr)

Die vorbereitenden Maßnahmen sind fast abgeschlossen. Vor der Sprengung wird am Boden und per Luftaufklärung noch einmal sichergestellt, dass sich keine Personen mehr im Evakuierungsradius befinden. Mit einer Freigabe des gesamten Bereichs wird gegen 18.30 Uhr gerechnet.

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