RasgaRasga – Global Pop (Foto: Valentin Dobrun)

Düsseldorf. Nach 19 Tagen mit Theater, Konzerten, Tanz, Lesungen, Ausstellungen und Performancekunst geht heute das 10. asphalt Festival in Düsseldorf zu Ende.

Das Programm umfasste 63 Veranstaltungen an neun verschiedenen Spielorten, zudem konnten zwei Ausstellungen im Weltkunstzimmer und eine virtuelle Art Performance im K 21 bei freiem Eintritt besucht werden. Die Resonanz auf den „Sommer der Künste“ vom 22. Juni bis 10. Juli 2022 war groß: Insgesamt kamen 7.000 Zuschauer:innen, 41 Prozent der 54 Verkaufsveranstaltungen waren ausverkauft.

Die Festivalleiter Christof Seeger-Zurmühlen und Bojan Vuletic ziehen zufrieden Bilanz: „Wir sind unglaublich beeindruckt von der Intensität und ästhetischen Qualität aller beteiligten Künstler:innen des Festivals. Die momentan stark verwirbelte Zeit stellt viele Menschen vor große Fragen und Herausforderungen, umso wichtiger ist die Bedeutung der Kunst. Welches Kraftzentrum sie entwickeln kann, konnte ein begeistertes Publikum am eigenen Körper hautnah erleben.“

Beim 10. asphalt Festival waren36 Produktionen zu Gast, darunter allein sieben Uraufführungen, zwei deutsche Erstaufführungen und 14 Koproduktionen, deren Entstehung asphalt zum Teil bereits seit Monaten begleitet und finanziell unterstützt hat. Künstler:innen und Ensembles aus Tansania, Südafrika, Brasilien, Mexiko, Iran, Libanon, Israel, Island, Indien, Grönland, Istanbul, Wien, Hamburg, Düsseldorf und anderen Teilen der Welt waren mit starken künstlerischen Arbeiten zu erleben, allesamt an Spielorten, die ursprünglich nicht als Bühne oder Theater genutzt werden. Auch in seiner Jubiläumsausgabe blieb das asphalt Festival seinem Grundgedanken treu, die Stadt zu bespielen und neue Räume für die Kunst zu öffnen. So fanden Veranstaltungen in der ehemaligen Backfabrik „Weltkunstzimmer“, in einer Halle und auf einer neu errichteten Open-Air-Bühne auf dem Gelände der Alten Farbwerke, auf Märkten, Plätzen, in der Kunstsammlung K 21 und der Sammlung Philara sowie in einer Straßenbahn und im Historischen Betriebshof Am Steinberg statt. Als absoluter Publikumsmagnet erwies sich abermals die schwimmende Seebühne am Schwanenspiegel, wo an jedem Festivaltag Programm geboten wurde – Konzerte von Jazz über Folk und Pop bis Rock, Lesungen und Kabarett.

Christof Seeger-Zurmühlen: „Ein großer Dank geht an die Besucher:innen für ihre Neugier, sich auf neue Räume sowie starke künstlerische Statements und Experimente einzulassen. Nichts ist für ein Festival beglückender, als wenn eine derartige Reibung zwischen Bühne und Publikum entsteht. Und deutlich wurde umso mehr: Für eine hoffnungsvolle Zukunft braucht es die Sprache der Kunst!“

Die Planungen für die 11. Ausgabe im kommenden Jahr ist bereits weit fortgeschritten. Das nächste asphalt Festival wird vom 23. Juni bis 9. Juli 2023 in Düsseldorf stattfinden.

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