(Foto: MeinRuderbild.de/Derlien)

Düsseldorf. Beim Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen in Bremen ging es wie bei jeder Regatta um Medaillen, aber vor allem auch um das Miteinander als NRW-Team. Je Bundesland durften zwei Boote in  jeder Bootsklasse starten. Für den Ruderclub Germania Düsseldorf fuhren Julius Laaper, Noah Hirschfeld und Johann Franz vom Rhein an die Weser und kamen mit zwei Goldmedaillen ihrer Abteilung im Allgemeinen Sportwettbewerb wieder zurück.

Zunächst ging es im Abstand von weniger als einer Minute auf die Langstrecke über 3000 m, um sich für die Läufe über 1500 m zu qualifizieren. Auf der Langstrecke ruderte Johann Franz und Noah Hirschfeld im Leichtgewichtsdoppelzweier 12/13 Jahre in ihrer Abteilung die fünftschnellste Zeit und belegten Gesamtplatz neun von 17 Teams. Auf der Rennstrecke, der „Bundesregatta“, gingen die Beiden im zweiten Lauf an den Start. „Leider haben sie gleich am Anfang einen Krebs gefangen und gegenüber den anderen vier Booten Meter verloren. Am Ende haben sie mit nur einem Bugball die Silbermedaille hinter den Teams aus Hamburg und Baden-Württemberg verpasst“, bedauerte U15-Trainerin Katharina Hallay. (Da die Kinder in viele Läufe aufgeteilt sind, wird in den Rennen keine Bronzemedaille vergeben.) Sie ergänzt lobend: „Das Wetter war sehr anspruchsvoll an beiden Tagen, dafür haben sie das echt gut gemacht.“

Es war so windig am Start, dass die Boote sofort quergetrieben sind, wenn die Kinder nicht auf beiden Seiten mit ihren Skulls dagegen gearbeitet haben. Oftmals mussten Helfer in Motorbooten mehrere Ruderboote am Bug wieder in Fahrtrichtung bringen und schnell aus dem Weg sein, damit sie bis zum Startkommando nicht wieder quer in der Bahn lagen. Es hingen auch Ruderer mit ihren Skulls unter der Startbrücke und mussten wieder herausgezogen werden. Eine echte Herausforderung für die jungen Ruderinnen und Ruderer. Bereits auf der Langstrecke, wo sie nach 1500 Metern Schiebewind die selbe Strecke zurück bei dem kräftigen Gegenwind absolvieren mussten.

Vor allem Julius Laaper im Leichtgewichtseiner 13 Jahre musste sich über die 3000 Meter alleine durchkämpfen und wurde in seiner Abteilung Fünfter von sechs Ruderern. Er war in einer schnellen Abteilung, auch lief es nicht ganz so wie gewollt. Der schon vor der BW-Qualifikation geplante Urlaub kam in der Vorbereitung einfach dazwischen. „Der vierte Platz im dritten Lauf war aber in Ordnung. Schade nur, dass der Kettwiger, der auf dem Landeswettbewerb noch langsamer war, vor ihm platziert war.“

„Alle drei Jungs hatten auf jeden Fall viel Spaß und waren super motiviert, das war cool! Das hat richtig Spaß gebracht. Sie haben neue Freunde gefunden, sich viel unterhalten, vieles erlebt. Das ist viel mehr Wert als das Ergebnis.“ Dennoch freuten sich Julias Laaper und Johann Franz natürlich über ihre Goldmedaille vom Allgemeinen Sportwettbewerb an Land. Hier waren alle drei in verschiedenen NRW-Teams aufgeteilt und haben in acht Disziplinen Punkte gesammelt. „Wir haben über den Winter sehr, sehr viel allgemeine Athletik gemacht, das hat man wirklich gemerkt, dass es was gebracht hat. Zweimal Gold, da war ich sehr stolz auf die Jungs.“ Und alle zusammen haben zum Gesamtplatz eins beigetragen, den das Team NRW beim ASW und der Bundesregatta samt Pokal holte. Zum Bundeswettbewerb-Gesamtsieg fehlten nur wenige Punkte, den holte die Ruderjugend Sachsen-Anhalt.

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