Durch Flämmarbeiten kam es heute (28.07.2022) um 14:56 Uhr zu einem Heckenbrand an der Felix-Roeloffs-Straße in Hau (Foto: Feuerwehr)

Bedburg-Hau. Durch Flämmarbeiten kam es heute (28.07.2022) um 14:56 Uhr zu einem Heckenbrand an der Felix-Roeloffs-Straße in Hau. Dabei sollte eigentlich nur Unkraut auf dem Grundstück vernichtet werden. Jetzt standen innerhalb Sekunden mehrere Meter einer Hecke in Flammen.

Nur durch das beherzte Eingreifen eines Nachbarn konnte die Brandausbereitung auf andere Grundstücke verhindert werden. Die Grundstückseigentümerin zog sich durch die starke Rauchentwicklung eine Rauchgasvergiftung zu. Sie musste vom Rettungsdienst behandelt und in ein Krankenhaus transportiert werden.

Die alarmierte Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau übernahm die Restlöscharbeiten mit zwei Angriffstrupps. Jedoch kam es währenddessen durch die starke Hitzeentwicklung der Flämmarbeiten an einer anderen Stelle des Grundstücks zu einem weiteren Brandausbruch. Dieser konnte jedoch schnell gelöscht werden.

Im Einsatz waren 10 Feuerwehrmänner unter der Leitung von Brandoberinspektor Tim Reimer.

In diesem Zusammenhang macht die Freiwillige Feuerwehr Bedburg-Hau auf die Brandgefahr durch den leichtsinnigen Einsatz von Abflammgeräten aufmerksam:

“Abflammgeräte sind in den letzten Jahren in Mode gekommen, da sie das Zupfen von Unkraut von Hand ersetzen sollen. Abflammgeräte, meist mit Propangas befeuert, sind bei Discountern und in Baumärkten weit verbreitet und preiswert erhältlich. Sie arbeiten mit Temperaturen im Bereich von über 1000 Grad Celsius. In Abhängigkeit von mehreren, schlecht vorhersagbaren Faktoren wie Windstärke, Windrichtung, Funkenflug und der Trockenheit des Bewuchses – gerade bei warmer Witterung – können sich beim Abflammen kleine, lokale Flammen rasch zu einer brennenden Fläche ausdehnen. Mit Kleinlöschgeräten wie Feuerlöschern sind solche Brände nur noch im Entstehungsstadium unter Kontrolle zu bringen.

Nutzer sollen beim Umgang mit Abflammgeräten unbedingt darauf achten, dass eine Brandausbreitung auf ungewollte Bereiche nicht möglich ist. Kann dies nicht sichergestellt werden können, sollte unbedingt auf die Verwendung dieser Abflammgeräte verzichtet werden. Zudem muss bedacht werden, dass die über 1000 Grad heiße Flamme kaum sichtbar ist. Dadurch kann es schnell zu Verbrennungen kommen. Lange Kleidung und geschlossene Schuhe sollten getragen werden.

Sollte es zu einem Brand kommen, sofort die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 alarmieren.” (ots)

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