Der Gedenkstein für Gerd Höllige am Godesberger Kurpark (Foto: Polizei)

Bonn. “Wir dürfen und werden Polizeikommissar Gerd Höllige nicht vergessen”

Mit einer Gedenkfeier erinnerte die Bonner Polizei am Donnerstag an ihren Kollegen Gerd Höllige. Der Polizeikommissar war am 28. Juli 2002 bei einem Einsatz in Bonn-Bad Godesberg von einem, wie sich später herausstellte, psychisch kranken Mann ermordet worden.

Ein Jahr nach dem tragischen Geschehen wurde durch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ein Gedenkstein in der Nähe des Tatortes an der Koblenzer Straße aufgestellt. Auf Einladung des Bonner Polizeipräsidenten und des Personalrates gedachten dort am Donnerstagnachmittag viele Bonner Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, darunter auch zahlreiche bereits pensionierte Weggefährten des damals 40-jährigen Kommissars.

Unter den Gästen waren auch der Inspekteur der Polizei NRW, Herr Michael Schemke, die Bonner Bürgermeisterin, Dr. Ursula Sautter sowie der Bezirksbürgermeister Bad Godesberg, Herr Christoph Jansen.

Polizeipräsident Frank Hoever stellte in seiner Rede vor den Anwesenden die Wichtigkeit des Gedenkens heraus: “Wir dürfen und werden Gerd Höllige sowie die furchtbare Tat nicht vergessen!”

Die Beamtinnen und Beamten, die Gerd Höllige noch persönlich kannten, mit ihm Dienst versehen haben, am damaligen Einsatz oder den kriminalpolizeilichen Ermittlungen beteiligt waren, werden durch Pensionierungen weniger.

“Zeitzeugen wird es schon bald in unserer Behörde wohl nicht mehr geben. Zum Erinnern und Gedenken, aber auch um für potentielle Gefahren des Polizeidienstes zu sensibilisieren, werden daher zukünftig alle Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter, vor Beginn ihres ersten Praktikums in unserer Behörde, die Gedenkstätte hier besuchen. Sie werden dabei erfahren, wer Gerd Höllige war, wie er zu Tode gekommen ist und wie wichtig es ist, gut auf sich selbst und seine Kolleginnen und Kollegen aufzupassen”, gab Polizeipräsident Hoever bekannt.

Dieses Vorhaben wird auch von dem Personalrat der Bonner Polizei begrüßt und unterstützt. Dessen Vorsitzender Frank Kreft erklärte: “Wir haben damals versprochen, Gerd Höllige nicht zu vergessen. Dieses Versprechen haben wir bis heute eingehalten. Ich bin zuversichtlich, dass Gerd Höllige in unserer Behörde und unserer Stadt stets ein ehrendes Andenken bewahrt wird.”

Der Inspekteur der Polizei NRW, Michael Schemke, dankte den anwesenden Polizeibeamtinnen und -beamten: “Mit vielen kleinen und großen Zeichen der Verbundenheit, insbesondere mit diesem Gedenkstein, erinnern Sie seit über nunmehr 20 Jahren an das Geschehene und den Getöteten. Viele Menschen, die hier hier vorbeikommen, werden sicherlich kurz innehalten – so wie wir es heute für Gerd Höllige tun.” (ots)

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