(Foto: Elbers)
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Rheurdt. Zu einem Brandereignis größeren Ausmaßes kam es am heutigen Mittwochmittag auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Rheurdter Ortsteil Kengen. Zunächst wurde die Einheit Rheurdt zu einem Kleinbrand der Alarmstufe “Brand 1” alarmiert. Aufmerksame Nachbarn hatten eine unklare Rauchentwicklung gemeldet und die Anwohner informiert. Als sich die Notrufe bei der Leitstelle mehrten, erhöhte die Leitstelle die Alarmstufe auf “Brand 3” und entsandte auch die Löscheinheit Schaephuysen zur Einsatzstelle.

Das Meldebild blieb weiterhin ungenau, allerdings war bereits während der Anfahrt eine große schwarze Rauchsäule weithin sichtbar. Die Feuerwehr stellte fest, dass auf dem Gelände eines Bauernhofes eine Lagerfläche in Brand geraten war. Neben einigen Baumaterialien und Unrat brannten dort auch Autoreifen. Anwohner hatten versucht, das Feuer mit mehreren Feuerlöschern im Zaum zu halten, konnten aber nicht verhindern, dass sich die Flammen auf angrenzende Bäume und Böschungen ausbreiteten. Insgesamt brannten etwa 100 Quadratmeter Freifläche.

Die Feuerwehr leitete eine massive Brandbekämpfung über vier Löschrohre (C-Rohre) ein. Die Einheit Rheurdt bekämpfte das Feuer von Seite des Hofes, die Einheit Schaephuysen übernahm die Brandbekämpfung über ein angrenzendes Feld. Dabei kamen vier Trupps unter Atemschutz zum Einsatz. Da auch einige Eternit-Platten dem Feuer ausgesetzt waren, trugen alle anderen anwesenden Einsatzkräfte vorsorglich FFP2-Masken.

Außerdem konsultierte der Einsatzleiter telefonisch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (kurz: LANUV), um eine weiterführende Beratung im Umgang mit den Platten einzuholen. Eine Gefährdung konnte letztlich aber ausgeschlossen werden. Auch die Löschmaßnahmen zeigten glücklicherweise rasch Wirkung. Nachdem alle Glutnester gelöscht waren, konnten die 28 eingesetzten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rheurdt nach rund zwei Stunden zu ihren Standorten zurückkehren. Die Einsatzstelle wurde zur weiteren Begutachtung an die Kriminalpolizei übergeben. Mitsamt der Aufräum- und Hygienearbeiten dauerte der Einsatz für die letzten Kräfte bis etwa 16.30 Uhr an.

Während der Einsatzmaßnahmen musste eine Stromleitung im Ortsteil Kengen sicherheitshalber vom Netz genommen werden, sodass einige Haushalte kurzzeitig keinen Strom hatten. Verletzt wurde niemand. (ots)

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