v.l. Dr. Michael Conrad, Matthias Heidmeider und Alana Voigt (Foto: privat)
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Dormagen. “Ausverkauft” meldet die MIT Dormagen bei ihrem 3. Unternehmerfrühstück und freut sich über den hohen Andrang Dormagener Unternehmerinnen und Unternehmer sowie überregionaler Vertreter. Mit Staatssekretär Matthias Heidmeier konnte ein weiterer hochrangiger Experte aus dem Arbeitsministerium NRW zu dem branchenübergreifenden Topthema “Fachkräftemangel – Status Quo und Maßnahmen der Landesregierung” gewonnen werden.

Aufgegriffen wurden drei Potenzialtöpfe: zum einen die Stärkung der beruflichen Bildung, ohne die das branchenübergreifende Problem des Fachkräftemangels nicht zu lösen sei. Dazu gehört die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung: in der Förderung, der Wertschätzung, in praktischen Aspekten wie Mobilität und Wohnen für Auszubildende und Studierende gleichermaßen. Staatssekretär Heidmeier hebt die neue Meisterprämie NRW für das Handwerk ab 1. Juli 23 hervor. Die Teilnehmer sahen in Sachen beruflicher Bildung noch Nachholbedarf bei Unternehmen und Schulen, insbesondere Gymnasien: die Kommunikation untereinander sei zu verbessern. “Berufliche Bildung auch im gymnasialen Umfeld präsent zu machen, ist sicher ein Bereich, in dem die lokale Politik unterstützen kann”, so Dr. Michael Conrad, Vorsitzender der MIT Dormagen.

Große Potenziale sieht Heidmeier bei denen, die ohne Abschluss die Schule verlassen. “Hier müssen wir uns um jeden kümmern”, so Heidmeier. Das sei eine soziale Aufgabe und jeder einzelne werde gebraucht. Schlüssel seien niedrigere Einstiegshürden und längere Begleitung. Er hob hervor, dass größere Unternehmen hier Erfolgsquoten von 97% verzeichnen. Das gleiche gelte für die Inklusion. Auch hier bekommt man als Unternehmer Investitionen durch Qualifikation, Engagement und Loyalität zurückgezahlt. Hier gibt es im Rhein-Kreis mit Regionalagenturen bereits erste Ausbildunginitiativen für konkrete Vorschläge und Zuständigkeiten.

“Hier sollten wir auch vor Ort die Brücke zwischen Schulabgängern, Bildungseinrichtungen und den Ausbildungsbetrieben schlagen”, bekräftigt MIT-Vize Alana Voigt, die auch schul- und jugendpolitische Sprecherin der CDU Dormagen im Rat ist.

Als letztes hob Heidmeier hervor, dass man ohne Zuwanderung das Thema “nicht gewuppt” bekomme. Hier sei eine neue Willkommenskultur und einfachere Verfahren nötig wie ein unbefristeter Arbeitsvertrag als Aufenthaltstitel zum Beispiel.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) ist eine Vereinigung von CDU/CSU und mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft nach dem Vorbild Ludwig Erhards und für mehr wirtschaftliche Vernunft in der Politik ein. Sie ist zugleich die innerparteiliche Interessenvertretung der Unternehmer, Selbstständigen und Freiberufler.

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