Ministerin Ina Brandes (2. v.r.) in der Keramikwerkstatt des Fachbereichs Design mit Hochschulpräsident Dr. Thomas Grünewald (r.) sowie Knut Michalk (l.) und Professorin Lisa Freyschmidt (2. v.l.) (Foto: HSNR)
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Krefeld. Die nordrhein-westfälische Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU) hat heute den Campus Krefeld West der Hochschule Niederrhein (HSNR) besucht. Dabei informierte sie sich über die lange Tradition des Fachbereichs Design und machte sich am Institut für Oberflächentechnologie (HIT) ein Bild von aktuellen Forschungsprojekten der HSNR. Darüber hinaus tauschte sich die Ministerin ausführlich mit dem Präsidium der Hochschule über aktuelle hochschulpolitische Themen aus.

„Die Suche nach Fachkräften ist eine der drängendsten Herausforderungen in Deutschland. Die Arbeit der Fachhochschulen ist so ungemein wichtig für unsere Wirtschaft, weil sie wissenschaftlichen Nachwuchs mit unmittelbarem Praxis-Bezug ausbilden. Davon profitieren die jungen Menschen und der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen“, sagte Ministerin Ina Brandes während des Besuchs.

Hochschulpräsident Dr. Thomas Grünewald zeigte sich hocherfreut über den Besuch der Ministerin: „Wir haben heute zeigen können, was uns an der Hochschule Niederrhein besonders gut gelingt: die Verbindung von Tradition und Moderne. Auf der einen Seite unseren traditionsreichen Fachbereich Design, auf der anderen Seite das hochmoderne Institut für Oberflächentechnologie. Wir, das Präsidium der Hochschule, haben mit der Ministerin sehr interessante und konstruktive Gespräche geführt.“

Der Fachbereich Design ging 1971 aus der Krefelder Werkkunstschule hervor. An dieser Vorgängereinrichtung studierten unter anderen der Fotograf und Filmemacher Peter Lindbergh, der Kameramann Michael Ballhaus und der Künstler Markus Lüpertz. Zuletzt war der Fachbereich Design vom Art Directors Club Deutschland (ADC) als kreative Nummer 1 in ganz Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Dem ADC gehören rund 800 führende Köpfe der kreativen Kommunikation an, darunter Designer, Journalisten, Architekten, Illustratoren, Regisseure, Komponisten oder Produzenten.

Das HIT ebnet den Weg in die digitale Zukunft der Chemie. Mit einem hochmodernen Chemielabor ist ein Stück Industrie 4.0 verwirklicht worden, das kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region zugutekommt. Dort werden dank des Einsatzes von Automation und künstlicher Intelligenz innovative Lacke, Klebstoffe und 3D-Druck-Materialien hergestellt.

Mit der intelligenten Hochdurchsatz-Anlage werden neue Rezepturen für Farben, Lacke und Klebstoffe nicht nur schneller als bisher, sondern vor allem nachhaltiger mit optimal an die jeweilige Anwendung angepassten Eigenschaften entwickelt und in marktreife Produkte überführt. Dafür wird künstliche Intelligenz angewandt: Während sich die Chemiker etwa mit der Frage beschäftigen, wie nachwachsende Rohstoffe in innovativen Produkten und für neue Anwendungen formuliert werden können, werden die Routine-Laborarbeiten von einem automatisierten, intelligent gesteuerten System von Robotern übernommen.

Die Anlage ist auf einer Fläche von 250 qm aufgebaut. Die eigens dafür hergerichtete Funktionshalle wird bei konstantem Klima (22 bis 23 Grad Celsius bei 50% Luftfeuchtigkeit) betrieben. Sie ist in der Lage, bis zu 150 Experimente am Tag durchzuführen. Ziel ist die Reduktion der benötigten Experimente bei gleichzeitig möglichst geringer Einsatzmenge der einzelnen Chemikalien.

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