Würden sich über die Umsetzung eines Denkmals für die Nikolaustradition in Hüls sehr freuen v.l.: Ideengeber Tobias Stümges, Nikolaus Reinhard Bexkens, Zarras Carina Draken, Nikodemus Jörg Jäger und Ulrich Gerhartz, 2. Vorsitzender der Hülser Kolpingsfamilie (Foto: Kolpingsfamilie/A. Bischof)
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Krefeld. Seit vielen Jahrhunderten wird der heilige Nikolaus am Niederrhein verehrt. In der Chronik der Kolpingsfamilie Hüls erscheint im Jahr 1923 ein Hinweis, dass der Nikolaus und Zarras erstmals auf dem Kirchturm in Hüls erschien. In diesem Jahr feiert diese Tradition somit ihr 100-jähriges Bestehen. Diese Tradition begeistert generationsübergreifend Menschen von nah und fern. Am Vorabend des Nikolaustages, 05. Dezember, kommen zahlreiche Besucher für diese Tradition in den Krefelder Stadtteil Hüls. Um Punkt 16 Uhr erscheinen die drei Darsteller Nikolaus, Nikodemus und Zarras Jahr für Jahr auf dem Kirchenplateau von St. Cyriakus.

Um diese Tradition für nachfolgende Generationen zu wahren, für bildungspolitische Zwecke von Kindergärten und Schulen zu nutzen, den innerörtlichen Heimatgedanken zu stärken und ganzjährig im Ortskern für jedermann sichtbar zu machen, trat der Hülser Bürger Tobias Stümges mit der Idee an die Kolpingsfamilie Hüls, den drei Darstellern zum 100-jährigen Bestehen ein Denkmal zu setzen. Mit dem renommierten und auf diesen Bereich spezialisierten Bildhauer Dipl. Ing. Michael Franke aus Erkelenz, der unter anderem das Martinsdenkmal in Kempen am Buttermarkt erstellte, steht man im engen Austausch und ließ bereits erste Skizzen der Idee fertigen.

Bereits seit einem Jahr ist Bodo Brands als Vorsitzender der Hülser Kolpingsfamilie mit Unterstützung des Ideengebers Tobias Stümges in Gesprächen mit dem Büro des Oberbürgermeisters Frank Meyer, dem Hülser Bezirksvorsteher Thorsten Hansen, Bürgermeister Timo Kühn, dem Landtagsabgeordneten Marc Blondin, dem Kunstbeirat der Stadt Krefeld und einer Kulturstiftung über die finanziellen- und technischen Möglichkeiten.

„Die Bau- und Umsetzungskosten belaufen sich auf rund 70 000 Euro. Durch die Bereitstellung eines städtischen Eigenanteil in Höhe von 10 Prozent wäre eine Förderung durch den „Heimatfond“ des Landes Nordrhein-Westfalen denkbar, den Rest hoffen wir über private- und betriebliche Sponsoren, sowie Institutionen absichern zu können. Die Hülser Bezirksvertretung hat uns bereits über die bezirksbezogenen Haushaltsmittel eine Bezuschussung zugesprochen“, so Bodo Brands. Wenn eine Finanzierung bis Frühjahr 2024 gesichert ist, könnte das Denkmal zum nächsten Nikolausfest 2024 stehen. Auf der Spendenplattform der Volksbank Krefeld eG unter https://www.zusammenheldensein.de/project/nikolausdenkmal-in-krefeld-huels/ kann für die Umsetzung des Projektes unter dem Vereinsnamen „Katholischer Gesellenverein“ gespendet werden.

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