(Foto: Helios)
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Duisburg. Ziel des Projekts „Schüler leiten eine Station“, das bereits seit 10 Jahren an den Helios Rhein-Ruhr Kliniken umgesetzt wird, ist es, einen kompletten Stationsablauf selbstständig zu verantworten. Die Pflegeschüler:innen lernen innerhalb von drei Wochen, nicht nur ihr theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen, sondern sich ebenfalls um den gesamten organisatorischen Ablauf eines Stationsalltags zu kümmern.

Normalerweise erhalten Auszubildende des Pflegebereichs in Ihren Praxiseinsätzen die Möglichkeit, auf einer Station mit einem bestehenden Team erfahrener Pflegekräfte mitzuarbeiten. Anders verhält es sich jedoch bei dem Projekt „Schüler leiten eine Station“. Ein Kurs von Pflegeschüler:innen übernimmt für drei Wochen vollständig eine ganze Station im Klinikum und muss sich selbst organisieren, entscheiden und alle Abläufe eigenständig durchführen. Hierbei stehen den Auszubildenden routinierte Pflegekräfte zur Seite. Allerdings halten sich diese zunächst bedeckt, sofern keine Hilfestellung erforderlich ist. Begleitet wird das Projekt vorrangig von den Praxisanleiterinnen. „Die größte Herausforderung ist nicht der pflegerische Part, was die meisten im ersten Moment vermuten. Es sind die vielen organisatorischen Aufgaben, die zu einer modernen Pflege im Krankenhaus dazu gehören. Es geht um das ganzheitliche Arbeiten auf einer Station“, sagt Sandra Walter, Praxisanleitersprecherin der Helios Rhein-Ruhr Kliniken.

Der Lernerfolg der Schüler:innen gibt ihr Recht: „Die jungen Pflegekräfte sind an ihren Aufgaben gewachsen. Und sie sind zu einem echten Team geworden. Am Ende haben die Patienten auch immer wieder hoffnungsvoll angefragt, ob die Schüler nicht noch länger bleiben können.“ Die Umsetzung ist auch für nächstes Jahr wieder geplant.

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