Blick vom Schulhof auf das zukünftige Gebäude ( © baues architekten | ingenieure)
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Mönchengladbach. An der Annaschule in Windberg soll das historische Schulgebäude aus dem Jahr 1858 aufgestockt und erweitert werden. Damit wird Platz für Betreuungsplätze für den Offenen Ganztag (OGS) geschaffen. Auch Nachhaltigkeitsstandards und Barrierefreiheit sind wichtige Aspekte des Vorhabens, das das städtische Gebäudemanagement derzeit in den politischen Gremien vorstellt. Mitte Dezember soll der Rat die Maßnahme beschließen.

In dem eingeschossigen Bestandsgebäude an der Annakirchstraße sind bislang Schulleitung, Hausmeister, Sekretariat, Lehrerzimmer und das Lehrmittelmagazin untergebracht. Nach den Bauarbeiten soll das vergrößerte und modernisierte Gebäude darüber hinaus Platz für die Betreuung im Offenen Ganztagsbetrieb bieten. Möglich machen das zwei große Multifunktionsräume. In einem Küchenbereich lassen sich künftig vorbereitete Speisen erwärmen und ausgeben. Ein Aufzug und ein barrierefreies WC werden das Gebäude für alle zugänglich und nutzbar machen.

Erweitert wird der Bestand durch einen Anbau entlang der Lindenstraße. Das alte Schulhaus an der Annakirchstraße wird damit zum Eckgebäude. Das Erdgeschoss des neuen Bauteils wird in Anlehnung an den Altbau massiv errichtet. Das Obergeschoss des gesamten Komplexes wird hingegen mithilfe vorgefertigter Tafeln aus Holz gebaut. Der aufgestockte Gebäudeteil erhält ein Satteldach mit Photovoltaikanlage, die eine Leistung von 19,6 Kilowattpeak erbringen soll. Der Neubauteil wird mit einem extensiv begrünten Flachdach ausgestattet.

Durch die Baumaßnahme wird der Altbau, der bislang keine nennenswerte Dämmung hat, energetisch auf ein neues Niveau gehoben. Eine Wärmepumpe sorgt künftig für die Wärmeversorgung des Gebäudes, in der Lüftungsanlage wird eine hocheffiziente Wärmerückgewinnungsanlage eingebaut. Eine wirksame Dämmung, dreifachverglaste Fenster und die Photovoltaikanlage sorgen für weitere Pluspunkte in Sachen Nachhaltigkeit. Nachhaltig und möglichst ohne chemische Behandlung soll auch das verwendete Bauholz sein. Im Bereich des Obergeschosses wird der Baustoff Holz auch in der Fassadengestaltung eingesetzt. Gezielte farbliche Akzente sorgen dabei für Abwechslung.

Für das Projekt sind Gesamtkosten von knapp 3,5 Millionen Euro angesetzt, die zu 20 Prozent aus Mitteln des Landesförderprogramms Gute Schule 2020 mitfinanziert werden sollen. Starten sollen die Bauarbeiten im Frühjahr 2024, die Fertigstellung ist für den Sommer 2025 avisiert.

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