Zu sehen sind von links: Hilmar Wasseige (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald), Kita-Betreuerin und Waldpädagogin Dorte Maus, Kita-Leiterin Birgit Bialas, Beigeordneter Ertunç Deniz, Fachberaterin Nadine van der Aar (Stadt Viersen) (Foto: Stadt Viersen)
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Viersen. Die städtische Kindertagesstätte Gehlingsweg ist jetzt von der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ als „Waldkönner“ ausgezeichnet worden. Hilmar Wasseige vom Kreisverband Viersen überreichte eine Urkunde und eine Plakette sowie ein digitales Logo. Die Prämierung richtet sich an Bildungseinrichtungen, bei denen eine waldbezogene Bildungsarbeit fest in den Alltag integriert ist.

Die Zertifizierung als „Waldkönner“ wird nur selten verliehen und die Warteliste ist lang. Auszeichnungswürdig sind Einrichtungen, die eine langfristige und regelmäßige Einbindung von wald- und naturpädagogischen Inhalten in ihrem Bildungsalltag vorweisen können. Die Kita Gehlingsweg erfüllte die geforderten Kriterien. Dreimal in der Woche sind die Kita-Kinder aktiv in den Süchtelner Höhen unterwegs. Es gab zudem eine Projektwoche mit Experimenten zum Thema Essen im Wald und ein Ausflug zum Wildgehege stand auf dem Programm. Außerdem musizierten die Kinder im Wald und die Fachkräfte absolvierten mit den Kindern eine Müllsammelaktion.

Vor rund 25 Jahre begann alles als Notlösung. Es gab mehr Anmeldungen als räumlich Platz war in der Kita: „Deshalb sind wir jeden Tag mit einer Gruppe in den Wald gegangen. Und dabei ist es auch geblieben, als das Raumproblem gelöst war“, sagt Leiterin Birgit Bialas. Sie ist überzeugt, dass der Aufenthalt im Wald ihren Schützlingen rundum guttut. Das Immunsystem, Motorik und Koordination sowie die Umgebungssinne werden gefördert, es gibt genug Raum fürs Bewegungsspiel und für Entspannung in der Natur.

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