Über 20 mitgereiste Borkener Fans feierten ihr Team - trotz Niederlage - über die Spielzeit hinweg (Foto: Thomas Hacker)
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Borken. Am frühen Samstagmorgen setzte sich der Skurios-Konvoi in Bewegung Richtung Norden – Auswärtsspiel gegen die Damen von ETV Hamburg. Die letzten Begegnungen waren durchaus erfolgreich für das Team der Skurios Volleys: In der Vorbereitung konnte man deutlich gewinnen und im Hinspiel der 2. Liga Pro könnte man sich in einem Fünfsatzkrimi in unserer Meggi durchsetzen. Im Rückspiel in der Hamburger ETV Sporthalle Hoheluft aber konnten die Westmünsterländerinnen nicht an ihre guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen, sodass Hamburg mit 3:1 (21:25, 25:20, 25:22, 25:22) die Oberhand behielt. Die über 20 mitgereisten Fans – bei insgesamt 126 Zuschauern in der Sporthalle – störten sich allerdings kaum am Ergebnis – sie feierten ihr Borkener Team von Anfang bis zum Ende.

Von Reisemüdigkeit nach rund vierstündiger Fahrt war bei den Borkennerinnen anfänglich aber nichts zu sehen. Mit druckvollen Aufschläge, guten Angriffen und konsequenter Blockarbeit erwischte man den Gegner direkt eiskalt und sicherte sich gleich zu Beginn des ersten Satzes eine komfortable Führung, die Hamburg zu einer frühen ersten Auszeit bei 6:1 aus Borkener Sicht Zwang. Vor allem Mittelblockerin Doreen Luther machte im ersten Satz einen exzellenten Job, immer wieder hatte sie ihre Hände vor die Angreiferinnen aus Hamburg schieben können, sodass diese nur selten den Ball gefährlich auf Borkens Seite bringen konnten. Gegen Ende des Satzes kam der ETV besser zurecht, dennoch ging der erste Satz mit 25:21 an die Skurios Volleys

Im zweiten Satz dann plötzlich verdrehte Welt. Hamburg agierte von Anfang aggressiver, bereits im Aufschlag entwickelten sie so viel Druck, dass der Annahmeriegel Borkens enorme Probleme bekam und sich keine ordentlichen Angriffe aufbauen ließen. Auch verstand es Hamburg im Angriff immer wieder geschickt den Block anzuschlagen oder mit clever getimten Tipbällen für schnelle Punkte zu sorgen. So kam es, dass diesmal Chang Cheng Liu die erste Auszeit für Borken nach einem deutlichen 5:12 Rückstand nehmen musste. Nach einer zweiten Auszeit des Borkener Cheftrainers konnte sich sein Team bis auf 3 Punkte wieder herankämpfen, am Satzgewinn (25:20) für Hamburg konnte man aber nichts mehr ändern.

Die Sätze 3 und 4 waren lange Zeit sehr ausgeglichen, jedoch schlichen sich auf Borkener Seite immer wieder Kommunikationsprobleme in Annahme und Abwehr ein, die dazu führten, dass Hamburg sich immer ein wenig absetzen konnte und somit beide Sätze 25:22 gewinnen konnte und einen 3:1 Sieg verbuchte. Die Skurios Volleys mussten somit nach den guten Spielen gegen Stralsund und Flacht zunächst erstmal einen Dämpfer hinnehmen.

Trainer Chang Cheng Liu zollte den Hamburger Team Respekt und sah sein eigenes Team in vielen Elementen an diesem Tag schwächer als der Gegner: „Hamburg hatte viel Druck im Aufschlag. Bei uns war nur im ersten Satz genügend Härte, danach haben wir zwar wenig Fehler gemacht, aber nicht genug Druck. Auch in der Abwehr waren die Mädels nicht so gut, Hamburg hat nicht hart geschlagen aber durch ihre Höhe viel von oben nach unten locker geschlagen, wo wir auf harten Angriff gewartet haben.“ Viel Zeit zum Ärgern bleibt jedoch nicht, am kommenden Freitag tritt das Skurios-Team bereits die nächste weite Reise nach Straubing an. Im Hinspiel konnte man hier einen Lucky Punsh im Tiebreak feiern, jedoch wird das Rückspiel in Straubing eine erneute Härteprüfung. „Wir müssen konzentriert weiter machen“, gibt Liu die Marschrichtung vor.

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