Bürgermeister Christoph Schultz gratulierte der Jubilarin in den Räumen der Altenhilfeeinrichtung der Diakonie Düsseldorf-Mettmann an der Bahnstraße zum hundertsten Geburtstag (Foto: © Stadt Erkrath)
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Erkrath. Margarete Hellmann wurde am 21.02.1924 in Gelsenkirchen geboren. Und auch wenn seitdem hundert Jahre vergangen sind, ist sie immer noch ein echtes Schalker Mädchen. Das verriet die Jubilarin im Gespräch mit Bürgermeister Christoph Schultz, der sie anlässlich ihres besonderen Geburtstages in Haus Bodelschwingh, der evangelischen Altenhilfeeinrichtung der Diakonie des Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann an der Bahnstraße in Erkrath besuchte. Neben herzlichen Glückwünschen im Namen der Stadt überbrachte Bürgermeister Schultz auch einen Blumenstrauß sowie regionale Präsente aus Erkrath.

50 Jahre hatte Margarete Hellmann mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern auf Schalke gelebt. Während ihr Mann als Maler und Anstreicher für die zahlreichen Zechen in Gelsenkirchen arbeitete, kümmerte sie sich um den Haushalt und die Erziehung der Kinder. Anlässlich des Frühruhestandes ihres Gatten zogen die beiden in den 1970ern in dessen Heimatstadt Bad Oeynhausen. „Das waren wahrlich unsere schönsten Jahre. Wir konnten gemeinsam viel unternehmen, waren sportlich aktiv und immer in der Natur unterwegs“, erinnert sich die leidenschaftliche Radfahrerin. Neun wunderbare Jahre verbrachten die beiden zusammen in der Kurstadt, bis Margaretes Mann im Jahre 1984 mit nur 64 Jahren verstarb. Im Glauben und der evangelischen Gemeinde fand sie anschließend nicht nur Halt, sondern auch viele neue Aufgaben. Über 30 Jahre lang war sie im Kirchenchor aktiv, 14 Jahre lang engagierte sie sich zudem als „Grüne Dame“ in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Während des Krieges hatte sie bereits als Hilfskraft in Lazaretten gearbeitet – dieses Wissen und ihr großes Einfühlungsvermögen halfen ihr bei diesem wichtigen Ehrenamt. Und natürlich verlangten auch drei Enkel und insgesamt fünf Urenkel regelmäßig Omas Aufmerksamkeit.

Mit 90 Jahren zog sie dann zunächst zu ihrer jüngeren Tochter nach Unterfeldhaus, bevor sie vor sieben Jahren ein Zimmer in Haus Bodelschwingh bekam. Dort fühlt sich die Hundertjährige auch heute noch sehr wohl. Regelmäßig spaziert sie mit Hilfe ihres Rollators durch den Bavierpark und über die Bahnstraße. Auf die Frage, wie sie so lange mobil bleiben konnte, verriet die Jubilarin auch noch ihr Geheimnis: „Jährliche Kneippkuren in Bad Wörishofen!“

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