Oberhausen – mehr Gäste als je zuvor (Foto: © OWT GmbH)
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Oberhausen. Zum ersten Mal übertrifft die Zahl der Übernachtungen im Stadtgebiet innerhalb eines Jahres die Marke von 600.000 + Oberhausen profitiert von neuen Attraktionen und allgemeiner Erholung im Städtetourismus + Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung (OWT) setzt auf weitere Investitionen im Freizeitbereich

Wie das statistische Landesamt IT.NRW heute bekanntgegeben hat, ist 2023 die Anzahl der Übernachtungen in den Oberhausener Beherbergungsbetrieben im Vergleich zum Vorjahr um 18,4 Prozent auf 608.456 gestiegen. Laut Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung GmbH (OWT) stellt der Wert in absoluten Zahlen ein Rekordergebnis für die Stadt dar. Nie zuvor habe es so viele Übernachtungen in den Betrieben der örtlichen Hotellerie gegeben.

Vor Beginn der Corona-Pandemie hatte Oberhausen 2019 noch mit 546.466 Übernachtungen das bis dahin erfolgreichste touristische Jahr erlebt. Das Wachstum betrug seitdem demnach 11,4 Prozent. In diesem Zeitraum lag Oberhausen damit sowohl über den Steigerungsraten des gesamten Ruhrgebiets (plus 2,2 Prozent) als auch in Nordrhein-Westfalen (plus 0,6 Prozent). Besonders erfreulich ist nach Einschätzung der OWT, dass die Bettenauslastung mit 42,9 Prozent zumindest wieder genau dem Landesschnitt in Nordrhein-Westfalen entspricht. Hier hatte es in Oberhausen zuletzt durch Corona und die Eröffnung neuer Hotels im Verhältnis einen Rückgang gegeben.

Weitere Indikatoren weisen im Betrachtungszeitraum Januar bis Dezember 2023 ebenfalls Zuwächse auf. Die Zahl der Ankünfte aller Gäste (272.601) liegt gegenüber 2022 um 20,1 Prozent höher. Gleichzeitig sind auch die Ankünfte aus dem Ausland um 26,7 Prozent auf 59.806 gestiegen. Ausländische Gäste tragen insgesamt mit einem Volumen von 121.201 Übernachtungen und einem Plus von 21,7 Prozent zu 2022 wesentlich zu der touristischen Gesamtentwicklung in Oberhausen bei. Seit 2019 gewinnen ausländische Quellmärkte mit einer Steigerung von insgesamt 16,9 Prozent weiter an Bedeutung. Den größten Anteil daran hatten mit deutlichem Abstand Gäste aus den Niederlanden (47.339 Übernachtungen), gefolgt von Belgien (8.282), Österreich (6.548), Polen (5.872) und Spanien (4.348). Die Zahl der von Niederländern getätigten Übernachtungen lag 2023 mit mehr als 48 Prozent sogar über dem bisherigen Oberhausener Rekordjahr von 2019.

Wirtschaftsfaktor Tourismus

OWT-Geschäftsführer Dr. Andreas Henseler betont die Bedeutung der touristischen Entwicklung für Oberhausen: „Tourismus ist als Wirtschaftsfaktor nicht hoch genug einzuschätzen. Der Trend zu Städtereisen ist ungebrochen. Und die Entwicklung der Übernachtungszahlen zeigt, dass wir auf diesem Markt mit unseren Freizeit- und Kulturangeboten sehr gut punkten können. Das Signal geht aber noch viel weiter, denn eine Stadt, die so attraktiv für Gäste ist, ist auch ein guter Ort zum Leben und Arbeiten. Die Pläne für die Zukunft der Neuen Mitte Oberhausen setzen genau dort an. Neue Urbanität in einer der stärksten Shopping- und Freizeitdestinationen des Ruhrgebiets.“

Marketingschwerpunkt Niederlande

OWT-Spartenleiter für Tourismus, Rainer Suhr, ergänzt: „Die Gasometer-Ausstellung `Das zerbrechliche Paradies` sowie die Neueröffnungen von Topgolf und dem House of Magic waren nur drei Beispiele für die gestiegene touristische Anziehungskraft Oberhausens. Nicht zufällig spüren wir gerade in den Niederlanden ein gestiegenes Interesse. Nach Corona haben wir dort bei Messen, durch Mailings, mit gezielten Print- und Onlinekampagnen sowie mit eigenen Social-Media-Profilen in niederländischer Sprache einen besonderen Schwerpunkt in unserem Auslandsmarketing gesetzt.“ Nun komme es darauf an, den Schwung aus dem Rekordjahr mit in die neue Reisesaison zu nehmen.

Ausblick 2024

Für 2024 sind die Touristiker der OWT weiter optimistisch: „Nach dem erfolgreichen Auftakt auf der Vakantiebeurs in Utrecht laufen nun die Planungen zur ITB in Berlin auf Hochtouren“, so Suhr. „Die neue Ausstellung ‚Planet Ozean‘ im Gasometer wird wieder sehr spektakulär und auch der Zuspruch in den Attraktionen der Neuen Mitte hält weiter an. Wir setzen stark darauf, mit Karls Erlebnisdorf bald ein weiteres touristisches Schwergewicht mit überregionaler Strahlkraft in Oberhausen begrüßen zu dürfen.“ Henseler hofft zusätzlich auf eine baldige Lösung in Sachen Metronom Theater: „Aufregende und lebendige Produktionen mit einer langfristigen Perspektive für das Theater würden dem Standort zusätzlichen Glanz verleihen und zugleich die Auslastung in den Beherbergungsbetrieben weiter erhöhen.“

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