Feier im Festsaal der LVR Klinik (Foto: Ling Süchteln)
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Viersen. Die LVR-Klinik Viersen und die LVR-Klinik für Orthopädie Viersen zeigen vom 10. April bis 13. Mai die viel beachtete Ausstellung des Viersener Vereins.

Das Schicksal der 20-jährigen Margarete T. ist eines von vielen erzählten Schicksalen in der Ausstellung zum Thema Zwangssterilisation und Euthanasie. Die junge Frau gelangte durch ihre Aufnahme in die damalige Prov. Heil- und Pflegeanstalt Johannistal in das perfide System der Nationalsozialisten im Umgang mit geistig und körperlich behinderten Menschen. Menschen und ihre Lebenswege wurden durch Zwangssterilisation zerstört und im Rahmen der Euthanasie ermordet.

Eine der Beteiligten war die Süchtelner Anstalt. Wo Ärzte und Pfleger für die Heilung, Besserung und Pflege der Erkrankten zuständig sein sollten, halfen sie bei der Tötung der ihnen anvertrauten Patienten. „Das darf nie wieder geschehen. Als Nachfolgeorganisation einer der beteiligten Anstalten war es für uns sehr wichtig, die Ausstellung hier zeigen zu können“ sagt Dorothee Enbergs, Vorstandsvorsitzende der LVR-Kliniken Viersen.

Die Ausstellung wurde zum größten Teil durch Manfred Budel, Vorstandsmitglied des Vereins zur Förderung der Erinnerungskultur, recherchiert und konzipiert. Sie ist an vier Orten der Klinik – in der Allgemeinen Verwaltung, im Bildungszentrum, in der Pflegedirektion und im Eingangsbereich der LVR-Klinik für Orthopädie – während der Geschäftszeiten montags bis donnerstags von 9-16 Uhr und freitags von 9-14 Uhr zu sehen.

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