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Moers. Unabhängig vom Tathergang -der Erschießung von Habibi F. durch zwei Polizisten am letzten Montag am Moerser Bahnhof- , von Schuld und persönlichem Hintergrund, ist der Tod eines Menschen auf Moerser Straßen zu betrauern. Ich bin in Gedanken aber auch bei den beiden Polizisten, die Opfer einer Messerattacke geworden sind und im Einsatz für andere Menschen dann von der Waffe Gebrauch gemacht haben.

Sie verdienen unseren Rückhalt, denn sie werden für immer damit leben müssen. Auch ihnen und ihren Angehörigen und Freunden, aber auch Kollegen gilt daher unsere Unterstützung.

Dass es jetzt eine öffentliche Debatte gibt, die den beiden Polizisten unterstellt, der Angriffssituation nicht angemessen gegenübergetreten zu sein, kann ich daher überhaupt nicht nachvollziehen. Es gibt bislang keine bekannten Hinweise, die eine solche Debatte begründen. Ich gehe davon aus, dass unsere Polizei nur als ultima ratio von der Dienstwaffe Gebrauch macht, so auch im konkreten Fall. Wenn es anders war, werden es die Ermittlungen in unserem Rechtsstaat durch Staatsanwaltschaft und Justiz ergeben. Aber eine öffentliche Debatte, die Polizisten unter Generalverdacht stellt, wird weder der guten Ausbildung, der bislang bekannten konkreten Situation sowie der vielschichtigen, menschlichen Tragödien dahinter, noch den Herausforderungen, denen unsere Polizei sich tagtäglich stellen muss, gerecht.

Um es noch einmal klar zu sagen: Für mich sind die Polizisten, bis zum eindeutigen Beweis des Gegenteils, unschuldig und ebenso Opfer einer Attacke von einem Mann, der ein Messer bei sich führte und dieses gegen die Polizisten und vorab gegen eine andere Person zum Einsatz gebracht hat! Die beiden Polizisten verdienen keine beschämende öffentliche Debatte, sondern Rückhalt!

Ein KlarKlick vom Ratsherrn Ingo Brohl, CDU-Ratsfraktionsvorsitzender

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