Prof. Dr. med. Jens Litmathe (Foto: privat)
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Wesel. Mit dem jüngsten personellen Neuzugang in der Zentralen Notaufnahme beendet das Evangelische Krankheit Wesel das Projekt Neustrukturierung ZNA. Prof. Dr. med. Jens Litmathe ist ab sofort als ärztlicher Leitung für diesen Bereich verantwortlich. Unterstützt wird er von Seiten der Pflege von Maren Coldewey.

Mit Prof. Dr. Jens Litmathe ist das Team der Zentralen Notaufnahme (kurz ZNA) nun komplett und bestens aufgestellt, um den Herausforderungen in diesem wichtigen Bereich auch künftig gerecht werden zu können. Der 49-jährige ist Intensiv-und Notfallmediziner mit Leib und Seele. Als Experte in diesen Disziplinen bringt er sich seit Anfang Oktober fachübergreifend ein und koordiniert die Überleitung in die jeweiligen Abteilungen des Krankenhauses, sofern eine stationäre Behandlung erforderlich wird. Für ambulante Notfallpatienten ist er verantwortlicher Ansprechpartner und Versorger in medizinischen Belangen. Der Facharzt für Herzchirurgie sammelte nach seinem Humanmedizinstudium in Hannover erste Erfahrungen am Herzzentrum in Duisburg und der Uniklinik Düsseldorf, bevor er als ärztlicher Leiter der Intensivmedizin ans Herzzentrum Oldenburg wechselte. Seine nächste berufliche Station führte ihn dann für siebeneinhalb Jahre an die Uniklinik der renommierten RWTH Aachen, wo er auch jedes Semester seinem Lehrauftrag nachgeht und angehende Mediziner über Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurologische Krankheiten unterrichtet.

„Die hiesige ZNA bietet ideale infrastrukturelle Voraussetzungen, um hervorragende Notfallmedizin zu machen. Insbesondere Trauma- und Schlaganfallpatienten profitieren davon“, betont der neue ärztliche Leiter. Sein Ziel ist es, künftig eine Standardvorgehensweise für Notfallszenarien aller relevanten Krankheitsbilder mit den medizinischen Fachbereichen des Krankenhauses festzulegen. Kurzfristig möchte er neue Ultraschallgeräte anschaffen, mittelfristig den Bereich ZNA eigenständig zur Zertifizierung bringen. Zudem möchte der ambitionierte Mediziner unter seiner Federführung die Notfallechokardiographie in der ZNA etablieren und die Akutversorgung dekompensierter COPD-Patienten durch die Möglichkeiten der non-invasiven Ventilation ermöglichen. Die Erweiterung der Clinical Decision Unit zu einer Aufnahmeeinheit mit vollständig ausgerüsteten Monitorplätzen sind dafür wichtige Grundlagen.

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