Phil Brüggemann, Vorsitzender Junge Union Dinslaken (Foto: privat)

Dinslaken. Die Junge Union Dinslaken (JU) lehnt ausdrücklich mögliche Koalitionen sowohl mit der Alternative für Deutschland (AfD) als auch mit der Linkspartei ab und bekräftigt damit den Hamburger Parteitagsbeschluss

Die AfD und ihr thüringischer Spitzenkandidat Björn Höcke stehen nach Ansicht der jungen Christdemokraten für Rassismus, rechtsextremistisches Gedankengut, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Nationalismus. Im Blickfeld der Partei und ihrer Politiker steht häufig die Ausgrenzung von Minderheiten. Alarmierend ist dabei, dass immer wieder in Reden und Äußerungen der AfD-Politiker NS-Vokabular verwendet wird. Damit hat die AfD nach der Meinung der JU maßgeblichen Anteil an einer zunehmenden Verrohung der Sprache, die bis zur Hetze gegen Menschen mit Migrationshintergrund oder anderer Glaubensrichtung führt. Besonders erschreckend und vollkommen inakzeptabel sind dabei auch die Verharmlosung der NS-Verbrechen und die Verachtung von Holocaustdenkmälern. Derart faschistisches Gedankengut ist nicht hinnehmbar und rechtfertigt sich auch nicht durch die erschreckend hohe Anzahl an Wählerstimmen.

Phil Brüggemann, Vorsitzender der Dinslakener JU, fordert: „Das Schönreden der Probleme muss beendet werden. Die demokratischen Parteien in diesem Land müssen die Probleme der Bürgerinnen und Bürger konkret benennen und angehen, die Strukturprobleme des Ostens lösen und die Politikverdrossenheit bekämpfen.“

Aus der Sicht der JU ist ebenso eine Koalition mit der Linkspartei unvorstellbar. Selbstverständlich liegen die Gründe hierfür in einem komplett anderen Bereich und AfD und Linke werden von der CDU ausdrücklich nicht gleichgesetzt. Die Wurzeln der Partei „Die Linke“ führen zur SED und somit zu der Partei, die über Jahrzehnte in der DDR den Leuten diktatorisch ihre Freiheit nahm und gewaltsam gegen Widerständler vorging. Dies sollte, besonders vor dem Hintergrund des bevorstehenden 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls vom 09.11.1989, nochmals ausdrücklich betont werden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Linkspartei nicht einmal im Deutschen Bundestag Halt davor macht, sich mit der Antifa, einer linksextremistischen und linksautonomen Organisation, zu solidarisieren. Eine klare Verurteilung der Vergangenheit durch die gesamte Partei fehlt bis heute.

Jan Homberg, Mitgliederbeauftragter der JU Dinslaken, konstatiert: „Deshalb sind wir uns einig: Beide Konstellationen sind mit den Grundwerten der CDU – der Partei der Mitte – nicht vereinbar!“

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