Frank Brünsing, Maya Hänschen, Michael Gobbers, Michael Roder (v.li) und Ulli Furth (re) brachten die Spende aus der Gitarren-Versteigerung zu Alexander Henes, dem Leiter des Hospiz am Blumenplatz (2.v.re.) (Foto: privat)

Krefeld. Das war eine besonders berührende Aktion im Rahmen des Hülser „Revival-Konzertes“ Krefelder Musikgrößen und Altrocker aus verschiedenen Bands – und am Ende kam eine Spende für das Hospiz am Blumenplatz zustande: Beim Konzert „wer beatet noch?“ versteigerten die Musiker gemeinschaftlich eine alte E-Gitarre.

Sie hat eine besondere Geschichte: Das Musikinstrument gehörte dem in Krefeld gut bekannten Journalisten und Musikliebhaber Frank Hänschen. Er war im Sommer im Hospiz verstorben. Seine Tochter Maya hatte sie nach seinem Tod für die Benefiz-Aktion zur Verfügung gestellt. „Ich hatte sie gefunden und wusste nicht, was ich damit machen sollte“, erzählte sie.

Der erste Gedanke sei es gewesen, das Instrument für Jugend-Musikprojekt zu stiften, aber für diesen Zweck eignet es sich nicht mehr. Daher waren die Musiker auf die Idee gekommen, dass sie alle die Gitarre signieren und sie dann zu Gunsten des Hospiz‘ versteigern. Als Auktionator war Ulli Furth ans Mikro des „Goldenen Hirschen“ getreten, den Zuschlag hatte der Krefelder Unternehmer Michael Gobbers erhalten, der 600 Euro als Spende bot.

Die Gitarre steht künftig im Foyer des neuen Gebäudes der Gobbers Haustechnik – mit einer Erklärung, welchen Zweck die Präsentation hat. „Wir unterstützen den guten Zweck gerne. Für meinen Bruder und mich kann ich sagen, dass wir viel Glück im Leben hatten. Da kann man mal etwas zurückgeben“, meinte Gobbers.

Hospizleiter Alexander Henes freute sich über die auf eine ungewöhnliche Art entstandene Spende: Es sei oft zu spüren, dass die Krefelder Bürgerschaft die Hospiz-Arbeit mittrage und unterstütze, „auch an Ihrer Aktion sieht man wieder das Engagement und Einfühlungsvermögen der Krefelder“, betonte er.

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