Geschafft! Jost Leisten (links) und Udo Lokotsch haben die Fliegerbombe in Heerdt entschärft (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr)

Düsseldorf. Update: 

Die in Düsseldorf-Heerdt auf einer Baustelle entdeckte amerikanische Fliegerbombe konnte am Donnerstag, 23. Januar, 19.49 Uhr, durch Jost Leisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung erfolgreich entschärft werden. Unmittelbar nach der Entschärfung wurden die Straßensperrungen aufgehoben. Die amerikanische 5-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Donnerstagmittag, 12.29 Uhr, bei Bauarbeiten an der Willstätter Straße 16-18 gefunden worden.

Während der Entschärfung mussten 500 Betroffene im Gefahrenbereich A das Gebiet verlassen. Im Radius bis 500 Metern (Gefahrenbereich B) um die Fundstelle waren weitere 2.500 Menschen betroffen – sie durften sich während der Entschärfung nicht im Freien, sondern in Gebäuden aufhalten. Insgesamt waren somit rund 3.000 Menschen von der Evakuierung betroffen.

Insgesamt waren 208 Kräfte der Feuerwehr, Polizei, Stadtwerke, Rheinbahn, der Johanniter Unfallhilfe (JUH) und des Deutschen Roten Kreuz (DRK) sowie des Ordnungsamtes und des Amtes für Verkehrsmanagement im Einsatz. Rund 217 Anruferinnen und Anrufer informierten sich über das Gefahrentelefon. Darüber hinaus nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, um sich über die Sozialen Medien der Stadt über den Verlauf des Einsatzes zu informieren.

 

 

(Stand: 16.30 Uhr) Insgesamt sind rund 3.000 Menschen betroffen/Kampfmittelbeseitigungsdienst wird noch heute (23. Januar) entschärfen/Vorher muss im Radius von 250 Metern rund um den Fundort evakuiert werden

Eine bei Bauarbeiten in Düsseldorf-Heerdt am Mittag gefundene amerikanische 5-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird am Donnerstag, 23. Januar, im Laufe des Tages entschärft. Dazu müssen in einem Radius von 250 Metern (Gefahrenbereich A) um die Fundstelle an der Willstätterstraße bis zu 500 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Im Radius bis 500 Metern (Gefahrenbereich B) um die Fundstelle sind weitere rund 2.500 Menschen betroffen – sie dürfen während der Entschärfung ihre Wohnung nicht verlassen und sich nicht im Freien aufhalten. Eine zweite Bombe, die in unmittelbarer Nähe des ersten Kampfmittelfundes entdeckt wurde, hatte keinen Zünder mehr und konnte bereits geräumt und verladen werden.

Seit 15.15 Uhr können sich die Bewohner über das Gefahrentelefon der Stadt Düsseldorf über den weiteren Ablauf der Entschärfung informieren. Das Gefahrentelefon ist unter der Nummer 0211-38 89 889 zu erreichen. Aktuelle Meldungen werden zudem kontinuierlich über die Sozialen Medien der Stadt und der Feuerwehr veröffentlicht. Für alle Bürgerinnen und Bürger, die während der Entschärfung nicht bei Freunden oder Bekannten unterkommen können, wird von den Hilfsorganisationen eine Betreuungsstelle eingerichtet. Rheinbahnbusse werden dann ab der Haltestelle Willstätter Straße für den Transfer zur Betreuungsstelle zur Verfügung stehen.

Die Bombe wird vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Im engeren Radius um den Ort der Entschärfung befindet sich unter anderem das Cinestar Kinoforum sowie ein Restaurant an der Hansaallee 245. Das Kino hat bereits seinen Betrieb eingestellt, auch das Restaurant muss während der Entschärfung geschlossen bleiben.

Von der Sperrung während der Entschärfung ist der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) betroffen. Es wird zu Einschränkungen der Rheinbahnlinien zwischen Düsseldorf und unter anderem Meerbusch und Krefeld kommen.

Die Rheinbahn muss die Buslinien 828 und 833 im Bereich A bis zum Ende der Entschärfung umleiten. Der Betrieb der Bahnlinien U70, U74 und U76 im Bereich B wird während der Entschärfung eingestellt. Die Linien enden dann auf Düsseldorfer Stadtgebiet am Seestern, auf Meerbuscher Seite an der Haltestelle Büderich/Landsknecht.

Der Straßenverkehr wird insbesondere rund um die Hansaallee, Willstätter Straße, Schiessstraße und Löricker Straße von den Sperrungen betroffen sein. Es wird empfohlen, die Gefahrenbereiche weiträumig zu umfahren.

Auch der Flugverkehr muss während der Entschärfung eingestellt werden.

Lautsprecherwarnfahrzeuge werden eingesetzt, um die betroffenen Bürger aufmerksam zu machen.
Die Bombe war am 23. Januar um 12.29 Uhr bei Bauarbeiten entdeckt worden. Sobald sie entschärft ist, werden alle gesperrten Straßen wieder frei gegeben. Die Stadt Düsseldorf appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, den Evakuierungsaufforderungen im Gefahrenbereich A zügig zu folgen und auch die Handlungsempfehlungen für den Gefahrenbereich B zu beachten, um die Entschärfung nicht unnötig zu verzögern. Im äußeren Radius (Gefahrenzone B), der den Raum 500 Meter um den Fundort umfasst, sollen sich die Menschen während der Entschärfung in ihren Häusern und möglichst entfernt von Glasflächen aufzuhalten.

Menschen, die in der Gefahrenzone A wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, können den Transport ab sofort über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden.

Im inneren Kreis (Gefahrenbereich A) müssen 500 Menschen das Gebiet verlassen, 2.500 Menschen im äußeren Kreis (Gefahrenbereich B) dürfen sich während der Entschärfung nicht im Freien aufhalten (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Feuerwehr)
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