(Foto vom 12.3.2020: © Mark Hermenau / Landessportbund NRW)
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Neuss. Hanni Urbach vom Schieß-Sportverein Neuss-Reuschenberg 1956 ist Ehrenamtlerin des Monats März

Eine rheinische Frohnatur trotz gesundheitlichem Schicksal – Hanni Urbach ist als Kinder- und Jugendtrainerin beim Schieß-Sportverein Neuss-Reuschenberg 1956 nicht mehr wegzudenken. Als gute Seele des Vereins organisiert sie Trainingseinheiten, Turniere und das rege Vereinsleben – mit Unterstützung aller 170 Mitglieder.

Ehrenamtlerin des Monats – diesen Titel trägt Hannelore Urbach, Kinder- und Jugendtrainerin, Kreisdamenleiterin im Kreis Neuss und das Herz des Schieß-Sportvereins Neuss-Reuschenberg 1956 seit diesem März. Damit ist sie eine von 12 Ehrenamtlerinnen, die der Landessportbund NRW im Jahr 2020 – dem Jahr der starken Mädchen und Frauen im Sport – jedem Monat auszeichnet. 257 Einsendungen waren dem LSB NRW im Jahr zuvor eingegangen, die von einer Jury gesichtet und ausgewählt wurden.

Hanni Urbach ist aus gutem Grund Ehrenamtlerin des Monats: Sie steht für die Förderung von Mädchen und Frauen im Schießsport und die Integration der Kulturen. Der Schieß-Sportvereins Neuss-Reuschenberg 1956 hat rund 170 Mitglieder – darunter viele Kinder und Jugendliche, viele Mädchen und Frauen, viele Menschen aus den verschiedensten Nationen.

Schießen ist ein körperlich und mental anspruchsvoller Sport. Als Trainerin macht Hanni Urbach die Kinder und Jugendlichen mit Gymnastik und Zirkeltraining in den Räumlichkeiten des hochmodernen Schießstandes fit. Später werden die jungen Schützen die schweren Sportgeräte dank kräftiger Schultern, starkem Rumpf und sicherem Stand gut beherrschen können.

Hannelore Urbach schießt seit 30 Jahren. Vor zehn Jahren hat die Diagnose Hirntumor das Leben der Verkäuferin durcheinandergewirbelt. Wegen seiner ungünstigen Lage kann der Tumor nicht vollständig entfernt werden – Hanni Urbach lebt seither mit ihrer Erkrankung, mal besser, mal schlechter. Folgeerkrankungen beeinträchtigen sie. Das weiß der ganze Verein und unterstützt sie nach Kräften. Denn sich für die Mitglieder zu engagieren, bedeutet für sie vielleicht mehr als für andere Ehrenamtliche: „Das Ehrenamt bedeutet mir, dass ich vielen helfen kann. Das habe ich immer gemacht: etwas getan und geholfen. Der Verein gibt mir so viel zurück, und ich gebe dem Verein viel – da gehe ich richtig drin auf.“

Die Ehrung von Hannelore Urbach muss umständehalber verschoben werden.

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