Landrat Dr. Andreas Coenen (2.v.l.), Jörg Papenkort (l.), Abteilungsleiter Gebäudemanagement des Kreises Viersen, Eugen Solbach (Mitte), Firmenchef der Viesener Firmengruppe Solbach, Projektleiter Pascal Derks (r.) sowie Polier Klaus Schloßarck an der Baustelle des Kreisarchivs am Ransberg in Viersen (Foto: Kreis Viersen)
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Kreis Viersen. Die Bodenplatte ist gegossen, das Kellergeschoss wächst Meter für Meter

Der Neubau des Kreisarchivs am Ransberg in Viersen nimmt sichtbare Formen an: Nach dem Spatenstich am 13. Januar und den anschließenden Erdarbeiten haben die Betonarbeiten im März begonnen. Nun ist die Bodenplatte des Kellergeschosses fertig gegossen. Aktuell wachsen die Kellerwände Meter für Meter.

“Bei jedem Baustellenbesuch bin ich gespannt, was sich seit dem letzten Mal verändert hat”, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. Aktuell ist die Baustelle voll im Zeitplan. Durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie gibt es keine Verzögerungen. “Mir ist wichtig, dass auch in diesen Zeiten die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht vernachlässigt werden. Wir werden mit dem Neubau des Kreisarchivs zeigen, dass innovatives, klimafreundliches und nachhaltiges Bauen funktioniert. Wie wichtig dieses Thema ist, führt uns aktuell die Trockenperiode als Folge des Klimawandels vor Augen.”

Das Kreisarchiv entsteht nach den Prinzipien der zirkulären Wertschöpfung: Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft sind alle verwendeten Materialen rückbaubar und wiederzuverwenden. Bereits jetzt unterscheidet sich die Kreisarchiv-Baustelle von einem “normalen” Neubau: Anstatt klassischen Dämmmaterials ist an der Außenwand aufgeschäumtes Altglas angebracht. Zudem werden die Fertigbauteile passgenau geliefert. Das vermeidet Reststücke – und spart damit Abfall. “Generell entstehen durch die digitale Planung und die verwendeten Materialen weniger Abfälle als an anderen Baustellen”, sagt Eugen Solbach, Inhaber des Viersener Unternehmens, das mit den Arbeiten beauftragt ist.

Sobald das Kellergeschoss abgeschlossen ist, wird der Kreis Viersen die offizielle Grundsteinlegung feiern. Bis Jahresende folgen Fassade, Klinker und Außenhaut. Im Juni 2021 soll das neue Kreisarchiv fertig sein. Die Baukosten belaufen sich nach den ersten Ausschreibungsergebnissen und Berechnungen auf 14,7 Millionen Euro. 5,1 Millionen Euro davon trägt das Land NRW über Fördermittel. Durch die Aspekte der zirkulären Wertschöpfung ergeben sich in der Lebenszyklusbetrachtung zudem Minderausgaben von mindestens 6,9 Millionen Euro.

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