Katrin Steffans (links) brachte die 100 Trinkflaschen zur Drogenhilfe der Grafschafter Diakonie. Nach rechts: Britta Dietrich-Aust, Stefan Sondermann und Monika Schremm (Foto: privat)
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Moers. „Methadon schmeckt nicht gut.“ Monika Schremm von der Drogenhilfe der Grafschafter Diakonie, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Moers, hat das Medikament zwar noch nie probiert. Sie weiß es aber von den vielen Suchterkrankten, die das Substitut einmal am Tag einnehmen: 200 sind es aktuell. Ein großer Schluck Wasser tut nach der Einnahme von Methadon also gut. „Aufgrund der Corona-Einschränkungen dürfen die Vergabestellen keine Becher mehr zur Verfügung stellen, so kamen wir auf die Idee mit den Trinkflaschen“, sagt Britta Dietrich-Aust, die Fachleiterin der Drogenhilfe. Die Sparkasse am Niederrhein spendete 100 Flaschen und will bei Bedarf noch mehr zur Verfügung stellen.

Stefan Sondermann ist bei der Drogenhilfe der Diakonie für die psychosoziale Betreuung zuständig. „Unsere jüngsten Klienten sind Ende 20, die ältesten bereits im Rentenalter“, sagt er. Nur ein geringer Teil der Drogenabhängigen schafft den Ausstieg, für die meisten bleibt Methadon der tägliche Begleiter. „Die Wasserflaschen werden dazu beitragen, dass sich nicht mehrere Klienten eine Flasche teilen“, sagt Stefan Sondermann. Katrin Steffans, die Leiterin der Geschäftsstelle in Neukirchen hatte die Trinkflaschen besorgt. „Bei der Übergabe in den Räumen der Drogenhilfe an der Rheinberger Straße 17 berichtete sie, wie es dazu kam: „Ich kenne Anneke van Veen vom Sozialen Dienst der Diakonie über die Freiwillige Feuerwehr in Neukirchen. Sie fragte mich, ob wir helfen könnten.“

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