Schlemmen für den guten Zweck: Wer in den kommenden Monaten in den Neusser Netzwerk Cafés zu Gast ist, tut nicht nur sich, sondern auch Bedürftigen etwas Gutes (Foto: © St. Augustinus Gruppe)
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Neuss. Auch bei der Mehrwertsteuer über den Tellerrand schauen

Wer in den kommenden Monaten in den Neusser Netzwerk Cafés zu Gast ist, tut nicht nur sich, sondern auch Bedürftigen etwas Gutes. Denn die Behindertenhilfe nutzt die Senkung der Mehrwertsteuer, die seit dem 1. Juli gilt, indem sie den Erlös sammelt und spendet.

„Die Preise in unserem Café jedermann sind ohnehin sehr gering, die Mehrwertsteuersenkung bei Getränken von 19 auf 16 Prozent machen nur ein paar Cents aus. Aber in der Summe dürfte ein schöner Spendenerlös für gute Zwecke zusammenkommen“, sagt Dragana Remmers Leiterin des Netzwerks Oberstraße.

Statt die Getränke um diese Cent-Beträge zu senken, spendet die Behindertenhilfe das  Geld an lebenswichtige Hilfsprojekte in Burundi. Die Senkung würde eigentlich den Kunden der Neusser Cafés zugute kommen. Damit die nicht leer ausgehen, verspricht die Behindertenhilfe ihren Café-Kunden, jedes elfte Essen zu spendieren. „Die Cafés der Neusser Netzwerke sind gelebte Inklusion“, so Remmers. „Die Hälfte unserer Gäste sind Klienten der St. Augustinus Behindertenhilfe, die andere Hälfte ist Laufkundschaft, die bei uns zum Beispiel den leckeren Mittagstisch nutzt.“

Nachdem die Netzwerke und die Cafés in den vergangenen Monaten nicht öffnen konnten, startet jetzt wieder der Betrieb nicht nur für die Klienten, sondern auch für die Öffentlichkeit. „Wir freuen uns wieder auf das Leben in unseren Netzwerken“, sagt Remmers. Bis auf das Café im Netzwerk Ölgasse sind ab sofort wieder alle Netzwerke der Behindertenhilfe geöffnet.

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