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Willich. „Willich History“: Stadt verfilmt in Neunminütern spektakuläre Kriminalfälle

Ein schräger Vogel, dieser Räuberhauptmann “Helmes von der Schiefbahn”, der um 1800 zur Bande des legendären “Fetzers” gehörte…

Eigentlich sollte das alles zum 50. Geburtstag der Stadt „live“ vor Zuschauern stattfinden, aber da hat halt die Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Willicher Kulturteam hat aber aus der Not eine Tugend gemacht – oder besser eine Video-Reihe, die bald über den städtischen YouTube-Kanal zu sehen sein wird: In „Willich History: Crime Stories“ ist der fiktive Detektiv „Piet Persson“ (gespielt von Festspiel-Ikone Sven Post) über Land und durch die Jahrhunderte auf den Spuren spektakulärer Kriminalfälle unterwegs.

Professionell produziert hat das Ganze unter historisch-fachlicher Beratung von Willichs Stadtarchivar Udo Holzenthal die Firma Kreativfilm Meerbusch um Florian Siebert, der auch für Regie und Drehbuch verantwortlich zeichnet. Die Idee zu beiden bislang produzierten Neunminütern ist also in der Folge der pandemischen Einschränkungen als „Ersatz“ für derzeit nicht realisierbare Live-Veranstaltungen im Rahmen der 50-Jahr-Feiern Stadt Willich entstanden. Statt des derzeit nicht oder nur sehr eingeschränkt zu bedienenden Live-Publikums werden auf diese – nachhaltige – Art und Weise mehr Zuschauer erreicht. Die Filme werden über den bis dato nur punktuell genutzten städtischen YouTube-Kanal (verlinkt über die Website der Stadt und über die sozialen Medien-Kanäle beworben) präsentiert; weitere Filme der „Crime“-Reihe sind bereits fest projektiert, und der Willicher YouTube Kanal soll, so das Ganze ankommt und entsprechen angeschaut wird, für weitere Projekte genutzt werden.

Gedreht wurde, so weit möglich, an Original-Schauplätzen, aber auch im Schiefbahner Heimatmuseum, in der Dorenburg und der Kempener Altstadt. Siebert und sein Partner bei Kreativfilm, Carsten Rusch (Produktion und Kamera) betonen, dass man eine Mischung aus scripted reality, Doku, Reportage, Spielfilm und Theater umgesetzt hat: Zum einen bleibt das Ganze im Ergebnis sehr lebendig, hat bei aller Professionalität jede Menge augenzwinkernde Momente – etwa, wenn Schauspieler Sven Post aus der Rolle des Räubers ohne Schnitt in die Rolle des beraubten Opfers wechselt – und ist natürlich auch dem Budget geschuldet: Ein Drehtag pro Film waren maximal drin. Kostüme und Requisiten wurden zusammenorganisiert, und Sven Post hat das Ganze, wie er gestern bei der Pressevorstellung verriet, wirklich großen Spaß gemacht – was man dem Resultat durchaus anmerkt.

Ab kommendem Sonntag, 15 Uhr, ist der erste Kurzfilm „Helmes von der Schiefbahn“ zu sehen: Es geht im Kern um den Räuberhauptmann “Helmes von der Schiefbahn”, um 1800 Teil der Bande des legendären “Fetzers”…

Das komplette Video gibt’s also ab Sonntag, 15 Uhr, auf dem YouTube-Kanal der Stadt (https://www.youtube.com/user/stadtwillich)

Schon jetzt ist als Appetithappen ein kleiner Trailer in diesem Artikel-Teaser (siehe oben)

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