Sportplatz Schemmannsfeld in Essen-Frintrop (Foto: Stadt Essen)
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Essen. Sport und Bewegung passen sich zunehmend den individuellen Bedarfen der Menschen an. Dabei kommt dem quartiersnahen Ansatz ein großer Stellenwert zu. Bei der Suche einer Fläche zur Umsetzung des Projektes Sport Valley Region Ruhr des Themenforums “Sport” der Ruhr-Konferenz, ist man zwischen den Städten Essen und Oberhausen, in Essen-Frintrop, fündig geworden.

Die Fläche eines alten und nicht mehr nutzbaren Aschenplatzes soll mit der Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen zu einem Bürgerpark umgestaltet werden, der zukünftig ein Mittelpunkt des sozialen Miteinanders der Bewohnerinnen und Bewohner in Essen-Frintrop sowie der umliegenden Stadtteile werden soll. Mit Hilfe von barrierefreien Bewegungsmöglichkeiten, Erlebnispfaden, Liegeflächen, Bänken, Veranstaltungsflächen sowie unterschiedlichen Sportangeboten, unter anderem für Trendsportarten wie Calisthenics, soll ein generationsübergreifender, integrativer und inklusiver Aufenthaltsort für alle Generationen geschaffen werden. Durch die Errichtung unterschiedlicher überdachter Sport- und Veranstaltungsflächen wird ein witterungsunabhängiger Treffpunkt für sportliche, kulturelle und soziale Veranstaltungen aller Art realisiert werden, der den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie umliegenden Institutionen und Vereinen jederzeit offensteht und so aktiviert werden kann.

“Mit dem SC Frintrop 05/21 e.V. konnte auf Empfehlung des Essener Sportbundes e.V. ein Verein als Partner gefunden werden, der bereits seit Jahren für die erfolgreiche Arbeit im Bereich der Inklusion und Integration von Bürgerinnen und Bürgern in seinem Stadtteil bekannt ist und hervorragende Arbeit leistet. Deshalb war es naheliegend, den Verein als Ansprechpartner für die verschiedenen Ideen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie der verschiedenen Akteure zur Aktivierung der Fläche einzusetzen”, sagt Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen. Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, ergänzt: “Gerade in einer Zeit, in der soziale Kontakte reduziert werden sollten, freut es mich, den Bürgerinnen und Bürgern mit der Ankündigung dieses Projektes eine gute Perspektive für die Zeit nach der aktuellen Krise geben zu können.”

Beide sind davon überzeugt, mit der Umsetzung dieses Projektes zur Stärkung der sozialen Beziehungen im Stadtteil und über die Stadtgrenzen hinaus, aber auch zwischen unterschiedlichen Kulturen, Altersgruppen sowie Menschen mit und ohne Behinderungen beizutragen.

Die Kosten der Umsetzung des Projekts belaufen sich nach ersten Planungen auf rund 1,4 Millionen Euro, wovon das Land Nordrhein-Westfalen rund 1 Million Euro aus Mitteln der Ruhr-Konferenz bereitstellen wird. Die weiteren Kosten tragen der Verein SC Frintrop 05/21 e.V. sowie die Sport- und Bäderbetriebe der Stadt Essen, die im Rahmen der Umgestaltung der Sportanlage “Schemmannsfeld” bereits beabsichtigen, neben dem Bürgerpark einen Kunstrasenplatz für den SC Frintrop 05/21 e.V. sowie mehrere Beachvolleyballfelder als neue Heimat der Beachvolleyballabteilung des VC Allbau Essen, zu errichten. Bereits im Mai 2019 hat der Rat der Stadt Essen den Bau und Baubeginn des Bürgerparks, einer Beachvolleyballanlage und eines Kunstrasenspielfelds auf der Sportanlage am Schemmannsfeld in Essen-Frintrop beschlossen. Aufgrund des Beschlusses des Hauptausschusses im März 2020 konnte – unabhängig vom Baubeginn des Bürgerparks – bereits vorzeitig mit dem Bau der Beachvolleyballanlage und des Kunstrasenspielfelds begonnen werden. Die Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können

Zum Hintergrund

Die Initiative “Ruhr-Konferenz” des Landes Nordrhein-Westfalen ist ein Prozess der die Entwicklung des Ruhrgebiets zur erfolgreichen, dynamischen und lebenswerten Metropolregion im digitalen Zeitalter vorantreiben will. Die Landesregierung NRW hatte am 5. November 2019 die weitere Umsetzung der Ruhr-Konferenz beschlossen. In fünf zentralen Handlungsfeldern werden künftig 74 Projekte unter dem Leitmotiv “Chancenregion Ruhr” dem Ruhrgebiet wichtige Impulse geben. Die fünf Bereiche, in denen die Landesregierung Schwerpunkte setzt, sind Mobilität und Verkehr, Wirtschaft und Arbeit, gelebte Vielfalt und Zusammenhalt, Energie, Klima und Umwelt sowie Bildung und Forschung. In den kommenden Jahren können weitere Projekte unter dem Dach der Ruhr-Konferenz verwirklicht werden, wenn sie in einem der fünf Handlungsfelder Wirkung erzielen und die Finanzierung gesichert ist.

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