Oberbürgermeister Thomas Geisel hat in der Vesper zu Ehren des Stadtpatrons in der Basilika St. Lambertus die Apollinaris-Kerze entzündet (Foto: privat)
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Düsseldorf. In diesem Jahr ist vieles anders, so auch die Feierlichkeiten zu Ehren des Stadtpatrons St. Apollinaris. Die feierliche Vesper am Mittwochabend in der Basilika St. Lambertus wurde aufgrund der derzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregeln nur mit geladenen Gäste gefeiert. Alle Interessierten konnte sie aber im Livestream auf dem YouTube Kanal der Katholischen Kirche in Düsseldorf mitverfolgen.

Auf die ungewöhnliche Situation ging der designierte Stadtdechant Pfarrer Frank Heidkamp in seiner Predigt ein: „Es ist schon ein seltsamer Abend“, meinte er zu Beginn und verwies auf den Schützenchef, dem sonst immer die Zeit im Nacken sitze, da er ja wieder rüber müsse zur Kirmes. „Das ist leider heute nicht so.“ Viele hätten sich bereits auf das Feuerwerk und auf ein schönes Miteinander auf der Kirmes gefreut. Corona habe Düsseldorf, diese Welt verändert und präge das Leben.

Den veränderten Alltag setzte Pfarrer Heidkamp in Bezug zu einer Geschichte, die trotz allem Negativen am Ende doch zeigte, dass es Hoffnung gibt. Und auch in dieser Zeit gebe es viele, die sich für andere einsetzen würden und die versuchen, Gemeinschaft trotz Distanz zu leben. „Wenn die Pandemie ein Gutes hat, dann ist es, dass sie uns die Möglichkeit gibt nachzudenken darüber, was wertvoll ist für unser Leben und welchen Prioritäten wir eigentlich setzen.“ Wir bräuchten Menschen, die handeln und verändern, so, wie es auch der heilige Apollinaris getan habe. Nach Vorbildern oder Patronen, nach Menschen die einem gut tun, einem Gott, der einem gut tut, würden sich die Menschen auch heute noch sehnen, meinte der designierte Stadtdechant abschließend.

Nachdem Pfarrer Frank Heidkamp die Apollinaris-Kerze gesegnet hatte, wurde diese von Oberbügermeister Thomas Geisel angezündet. Mit der Kerze verbunden ist das „Gebet für Düsseldorf“, das an diesem Abend von Beate Plenkers-Schneider und Michael Hänsch gesprochen wurde. Dieses Gebet soll am Wochenende, 25. und 26. Juli, in allen Gottesdiensten anstelle der Fürbitten gebetet werden. Im Anschluss an die Vesper erhielten die Vertreter der 15 Seelsorgebereiche, der Orden, der Krankenhausseelsorge und der Gefängnisseelsorge die Apollinaris-Kerzen für die Kirchen und Kapellen in ihrem Einzugsbereich.

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