Maria Sürder (Foto: privat)
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Kleve/Rheinberg/Krefeld. 

Kleves älteste Bürgerin feierte Geburtstag

Elisabeth Fonk feierte am 31. August Geburtstag. Mit 107 Jahren ist sie Kleves älteste Bürgerin. Sie hat zeitlebens in Kleve gewohnt und fühlt sich als Bewohnerin des Seniorenzentrums Herz-Jesu-Kloster sehr wohl. Zum Geburtstag gratulierte Bürgermeisterin Sonja Northing im Namen der Stadt Kleve und überreichte ihr neben einem Blumenstrauß auch eine Flasche Eierlikör und Bonbons, die zu ihren Vorlieben gehören.

Elisabeth Fonk feierte ihren 107. Geburtstag (Foto: privat)

 

Älteste Bürgerin Rheinbergs ist noch fit – Hildegard Marquardt feierte ihren 107. Geburtstag

Viele Menschen können sich nicht vorstellen, was man in 107 Jahren alles erleben kann. Hildegard Marquardt genießt dieses Privileg, dass viele schöne Momente, aber auch kräftezehrende Prüfungen für die Jubilarin bereithielt. Eine Frau wie Hildegard Marquardt weiß wie es ist, aus dem Zuhause fliehen zu müssen, um überhaupt am Leben zu bleiben. Alles auf eine Karte zu setzen, indem man das Wenige, was man noch besitzt zusammenrafft und in eine ungewisse Zukunft startet. Ein Lebensgefühl, das an Aktualität nicht verloren hat.

Das Leben von Hildegard begann am 7. September 1913 im Osten – genauer gesagt in Pommern. Ein gutes halbes Jahr später brach der 1. Weltkrieg aus. Ihr Vater musste in den Krieg ziehen und alle bangten nicht nur um sein Leben, sondern auch um das eigene. Viel Leid musste ertragen werden, doch der Vater kam zwar verwundet, aber zumindest lebend wieder nach Hause. Es war eine schwere Zeit, doch Hildegard wuchs als einziges Kind ihrer Eltern zu einer jungen Frau heran und heiratete 1939 Ihren damaligen Mann. Noch während des 2. Weltkrieges erblickte der kleine Sohn Jens das Licht der Welt. Nun galt es, dass Leben dieses kleinen Wunders zu schützen und Hildegard Marquardt hoffte, in der Ferne eine neue Zukunft zu finden, nachdem die alte Heimat fast komplett zerstört wurde. Über eine Station in Osterode am Harz, wo sie bei einer Verwandten kurzzeitig Unterschlupf fand, kam die mittlerweile Alleinerziehende schließlich mit ihrem Sohn 1955 zunächst in Neuss an. Kurze Zeit später folgten ihre Eltern und es wurde eine gemeinsame Wohnung bezogen, was für alle Vorteile hatte. Denn Frau Marquardt war bis zu ihrem 65. Lebensjahr zusätzlich zu ihren häuslichen und mütterlichen Pflichten auch noch als Sekretärin im Direktionsbereich einer ortsansässigen Firma tätig. Viel Freizeit blieb da kaum, aber sich selber Patience-Karten zu legen, liebte sie sehr.

Nachdem die Eltern der Jubilarin Anfang der Siebzigerjahre im hohen Alter verstarben und Sohn Jens seine eigene Familie mit zwei Töchtern in Duisburg gründete, lebte Hildegard Marquardt noch viele Jahre alleine in Neuss und versorgte sich auch noch weitestgehend selbst. Nach einem Oberschenkelhalsbruch vor knapp 4 Jahren war dies jedoch leider nicht mehr möglich und sie zog in die Nähe ihres Sohnes, der mit seiner Familie mittlerweile im schönen Rheinberg wohnte. Im Pflegezentrum „Am Wiesenhof“ fand die Jubilarin ein neues Zuhause, fühlt sich dort sehr wohl und erfreut sich noch immer recht guter Gesundheit. Regelmäßig nimmt sie noch an Aktivitäten der Einrichtung wie Kegeln und Bingo spielen teil. Leider waren diese Gelegenheiten Corona-bedingt in den vergangenen Monaten nicht möglich. Täglich hält sie jedoch Ihren Geist mit dem Lösen von Kreuzworträtseln fit und bringt sich auf den neuesten Stand, indem Sie die Zeitung liest. Ihre Familie besucht sie regelmäßig. Sohn Jens mit Ehefrau Hannelore, zwei Enkelinnen, vier Urenkel und eine Urenkelin sind ihr ganzer Stolz. Ein wahrhaft bewegtes Leben. Bürgermeister Frank Tatzel und Ortsvorsteher Heinz-Willi Coopmann gratulierten der nun ältesten Bürgerin Rheinberg´s herzlich und freuen sich auf den nächsten Besuch zum 108. Geburtstag im nächsten Jahr!

Bürgermeister Frank Tatzel und Ortsvorsteher Rheinberg-Mitte Heinz-Willi Coopmann gratulierten der Jubilarin Hildegard Marquardt zu ihrem 107. Geburtstag. Sohn Jens und Pflegedienstleiterin Beate Bollen hatten die Feierlichkeiten im kleinen Rahmen organisiert (Foto: privat)

 

Krefelderin Maria Sürder wird 101 Jahre alt

Die Krefelderin Maria Sürder vollendet am Sonntag, 13. September, ihr 101. Lebensjahr. Die Jubilarin wurde als Dritte von fünf Geschwistern in Krefeld geboren. Mitten im Zweiten Weltkrieg heiratete sie 1941 Paul Sürder, den Betriebsleiter einer Seidenweberei. Mit ihm hat Maria Sürder sechs Kinder, 14 Enkel und acht Urenkel. Ihr Ehemann verstarb 1989. Maria Sürders Leben ist christlich geprägt. Sie war stets sozialpolitisch engagiert und nahm immer wieder Jugendliche aus dem Ausland bei sich auf. Zwei Familien, die 1956 nach dem Aufstand in Ungarn nach Deutschland geflüchtet waren, fanden mit vier Kindern bei ihr und ihrer Familie trotz sehr enger Wohnverhältnisse Aufnahme und wurden lange von ihr betreut.

Im Jahr 1961 verschlug es die Familie nach Worms am Rhein. Maria Sürders Ehemann, der über viele Jahre die Fraktion der CDU in der Krefelder Stadtverordnetenversammlung geleitet hatte, übernahm dort die Personalleitung einer großen Möbelfabrik. Aber der Kontakt zu der Heimatstadt riss nie ab. So war es dann auch selbstverständlich, dass das Ehepaar 1975 mit einem Großteil der Familie wieder nach Krefeld zurückkehrte. Hier lebt Maria Sürder seitdem in ihrem eigenen Heim mit einem großen Garten, unterstützt von ihren noch lebenden fünf Kindern und liebevoll versorgt von Freundin Ola. Seit neun Jahren kann sie als Folge eines Sturzes nicht mehr zum Schwimmen gehen und auch auf das geliebte Radfahren muss sie verzichten.

Den 101. Geburtstag der Jubilarin feiert die Familie aufgrund der Corona-Situation im kleineren Rahmen. Die Kinder und einige Enkelkinder kommen zum Gratulieren. Nachmittags geht es zum Essen ins Restaurant.

– Titelfoto –

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