Thomas Goßen, Bürgermeister von Tönisvorst, Karl-Heinz Wassong, Bürgermeister von Niederkrüchten sowie Landrat Dr. Andreas Coenen bei der Roadshow "unplug&go" vor dem Kreishaus (Foto: Kreis Viersen)
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Tönisvorst/Niederkrüchten/Kreis Viersen. Kreis Viersen erweitert Dienstflotte um drei E-Fahrzeuge

Seit zwei Jahren läuft das Pilotprojekt SHAREuregio. Das Ziel: Ein zukunftsweisendes, rein elektrisches Car- und Bikesharing-System zu entwickeln und in der Grenzregion zu etablieren. Jetzt ging die Elektroflotte in den Niederlanden und Deutschland auf Roadshow. Beim Halt am Kreishaus nahmen der Kreis Viersen, die Gemeinde Niederkrüchten und die Stadt Tönisvorst die ersten E-Fahrzeuge entgegen.

Zum Auftakt in die Europäische Mobilitätswoche startete die SHAREuregio Unplug&Go-Tour. Für das Projekt haben sich der Kreis Viersen, die Städte Mönchengladbach, Roermond und Venlo gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Viersen und der Stadt Mönchengladbach, der NEW AG und weiteren niederländischen Partnern zusammengeschlossen. Außerdem begleitet die FH Aachen die Initiative mit einer wissenschaftlichen Studie.

Seit Projektbeginn wurde hinter den Kulissen viel gearbeitet: Von der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit und einer Machbarkeitsstudie über die Umrüstung der Fahrzeuge, die zukünftig nur per App bedient werden, bis hin zur Erarbeitung eines Geschäftsmodells und der Anpassung der jeweiligen Sharing- und Ladesysteme. Jetzt werden die 40 E-Autos und E-Bikes in beiden Ländern an die Projektpartner übergeben.

In Roermond ist SHAREuregio bereits erfolgreich angelaufen – nun folgt auch der Kreis Viersen. In der ersten Phase testen der Kreis, die Gemeinde Niederkrüchten und die Stadt Tönisvorst als Anwender die E-Fahrzeuge. Künftig soll das Sharing-System dann in den Abendstunden und am Wochenende auch für Privatpersonen geöffnet werden.

Dr. Andreas Coenen, Landrat des Kreises Viersen, freut sich auf den Projektstart in der eigenen Dienstflotte: “SHAREuregio bringt viele zukunftsweisenden Ansätze nachhaltiger Mobilität zusammen: Es ist rein elektrisch und folgt dem Grundsatz ‚Teilen statt Besitzen‘. Außerdem liefert es wichtige Impulse, um den Austausch mit unseren Nachbarn zu intensivieren und die Grenze zu den Niederlanden durchlässiger zu gestalten. Ich halte es daher für nur konsequent, unsere Fahrzeugflotte um drei E-Autos aus dem SHAREuregio-Pool zu erweitern.”

InfoKlick: www.kreis-viersen.de

Stimmen der weiteren Projektpartner

Thomas Goßen, Bürgermeister Tönisvorst: “Wir nehmen an SHAREuregio aus der Überzeugung teil: Diese Art der Mobilität wird funktionieren. Dienstfahrzeuge werden elektrisch, Benziner seltener benötigt und die Bürgerinnen und Bürger können diese Fahrtzeuge auch noch mit nutzen. Dies ein guter Beitrag zur Verkehrswende, den die Kommunen leisten können.”

Karl-Heinz Wassong, Bürgermeister Niederkrüchten: “SHAREuregio ist wie gemacht für den Grenzverkehr. Die Bürgerinnen und Bürger können aus Niederkrüchten mit den E-Fahrzeugen an die Maasplassen oder nach Roermond fahren. Unsere Erfahrungen im Rathaus zeigen, dass die Fahrzeuge von den Mitarbeitern sehr gut angenommen werden.”

Prof. Dr. Thomas Ritz, Dekan für Elektrotechnik/Informationstechnik an der FH Aachen:  “Ein innovativen Sharing-System umfasst Komponenten wie das Geschäftsgebiet, die Sharing-Fahrzeuge, ökologische Aspekte und den digitalen Serviceumfang. All das ist bei der von uns entwickelten FlexShare-Methodik eingeflossen – ein methodisches Vorgehen für die Entwicklung von raumspezifischen und bedarfsgerechten Car- und Bike-Sharing-Systemen.”

Jörg Lachmann, NEW AG:  “Wir haben eine Schnittstelle für die bereits vorhandenen Buchungs-Apps GoodMoovs und Wheesy neu entwickelt. Gestartet wird mit einem stationsbasierten Carsharing, bei dem die Fahrzeuge immer am Standort des Anwendungspartners verbleiben. Dies soll im Laufe des Projekts weiterentwickelt werden, so dass die Fahrzeuge künftig auch an einem anderen SHAREuregio-Ort abgestellt werden können.”

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