Aufgrund der Hygienemaßnahmen musste auf ein Gruppenfoto verzichtet werden. Wegen der Terminverschiebung konnten leider nur vier der sieben Absolventen an der Zeugnisübergabe teilnehmen. Geschäftsführer Michael Behrendt, pädagogische Leitung Marianne Philipzig, Personalleiter Alexander Popp und Betriebsrat Helmut Schmitz (untere Reife v.l.n.r.) mit den diesjährigen Absolventen, ihren Mentoren und Bereichsleitungen (Fotocollage: Lebenshilfe)
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Kreis Viersen. Anlässlich des Abschlusses ihrer Ausbildung, wurden von der Geschäftsführung der Lebenshilfe Kreis Viersen e.V. die Nachwuchskräfte und deren Mentoren zum Absolventen-Café ins „käffchen am steinkreis“ nach Viersen eingeladen.

„Zwei Monate später, mit mehr Abstand zwischen uns, als im Frühjahr geplant, und unter freiem Himmel in der käffchen-Brunnen-Lounge können wir unseren Absolventen heute unter entsprechenden Hygienemaßnahmen offiziell ihre Zeugnisse überreichen“, erzählt Geschäftsführer Michael Behrendt, bei der Begrüßung. „Wir sind dankbar dafür, dass wir Sie alle kennenlernen und auf dem Weg zu Ihrem erfolgreichen Abschluss begleiten durften. Und wir freuen uns sehr, dass sechs von sieben Absolventen ihren Weg bei der Lebenshilfe fortsetzen werden“, ergänzt Behrendt. In diesem Jahr feierten Absolventen aus den Lebenshilfe-Bereichen Anrath, Brüggen, Kempen, Tönisvorst und Viersen ihr Ende der Ausbildung. Alle haben die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger (HEP) abgeschlossen.

Kai Friederix ist einer der Absolventen und meint: „Das Personenkonzentrierte Konzept der Lebenshilfe nach Willem-Kleine-Schaars hat mich einfach überzeugt. Hierbei wird jeder Mensch mit Behinderung individuell gefördert, um mehr Selbstständigkeit zu erlangen. Das spiegelt sich auch im kollegialen Umgang wieder. Die Strukturen gaben mir zum einen Halt und nahmen mir die Angst, etwas falsch zu machen – gaben mir aber gleichzeitig die Freiheit meine persönlichen Stärken im Job zu erkennen.“ Herr Friederix hat seit seinem 12. Lebensjahr in soziale Berufe in Jugendzentren, Altenheimen, Psychiatrie oder Tagespflege reingeschnuppert und rät jungen Menschen: „Habt keine Angst und probiert es aus und macht in den Ferien oder in der Freizeit ein Schnupperpraktikum oder engagiert euch ehrenamtlich. Dann erfährt man früh, ob dieser Bereich etwas für einen ist. Teil davon zu sein, dass sich Menschen mit Behinderung zu immer selbstständigeren Persönlichkeiten entwickeln, das ist einfach erfüllend für mich.“

Die Lebenshilfe Kreis Viersen nimmt die Begleitung der Praktikanten sowie Auszubildenden sehr ernst und stellt ihnen einen Mentor zur Seite, der sie als permanenter Ansprechpartner in allen schulischen und praktischen Belangen unterstützt. Maren Grzona ist eine der Mentoren: „Als Mentor sieht man schnell, welche Stärken ein Auszubildender mitbringt und in welchen Bereichen man Struktur geben muss. Das ist eine Aufgabe, die ich gerne übernehme.“

Marianne Philipzig, pädagogische Leiterin, sprach allen Absolventen ein großes Lob aus: „In diesem besonderem Jahr hatten Sie seit Februar keinen gemeinsamen Unterricht mehr, alles lief über Videokonferenzen oder Eigenstudium. Erst Ende Juni kamen Sie wieder zur Abschlussprüfung zusammen. Die Prüfungskriterien blieben, trotz der schwierigen Voraussetzungen, auf dem bekannt hohen Niveau. Alle unsere Auszubildenden haben bestanden und sind, aus meiner Sicht, gestärkt aus dieser Situation hervorgegangen.“

Wer sich für eine berufliche Zukunft im sozialen Bereich interessiert und über die Möglichkeiten bei der Lebenshilfe Kreis Viersen e.V. informiert werden möchte, der erhält alle Informationen bei Personalleiter Alexander Popp: „Menschen, die Lust haben mitzugestalten sind genau richtig bei uns. Es sind spannende Zeiten mit einigen innovativen Veränderungen in der Behindertenhilfe. Wir freuen uns auf diejenigen, die diesen Weg mit uns gehen möchten.“

Kontaktdaten:

Lebenshilfe Kreis Viersen e.V.
Kniebelerstraße 23
47918 Tönisvorst
Telefon: 0 21 56 / 49 40 -0
e-mail@lebenshilfe-viersen.de
www.lebenshilfe-viersen.de

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