(Foto: Ev. Kirchengemeinde Alt-Duisburg; Bernd Hohnstock 2015)

Duisburg. Für evangelische Christinnen und Christen ist der 31. Oktober Reformationstag. Sie erinnern an den Tag, an dem Martin Luther eine kirchliche Erneuerungsbewegung einleitete. Im Evangelischen Kirchenkreis Duisburg laden die Nordgemeinden zu zwei Reformationsgottesdiensten nach Hamborn ein, der Kirchenkreis zum zentralen Gottesdienst in die Salvatorkirche. Diese und auch der in der Gnadenkirche Wanheimerort werden in diesem Jahre anders als sonst gefeiert.

Für alle Gottesdienste sind Anmeldungen erforderlich und während des gesamten Aufenthaltes in den Gotteshäusern müssen Besucherinnen und Besucher Mund-Nasenmasken tragen und die Pandemie-Schutzmaßnahmen beachten.

In der Salvatorkirche setzen Superintendent Armin Schneider, Pfarrer Stephan Blank und Pfarrerin Ute Sawatzki, die auch die Predigt hält, den Gottesdienst unter das Thema „Gott lieben mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft“. Die musikalische Gestaltung übernehmen ein Posaunentrio der Duisburger Philharmoniker und Kantor Marcus Strümpe, natürlich mit entsprechenden Abständen. Hier, wie auch in allen anderen Gottesdiensten ist Gemeindegesang derzeit nicht möglich. Für den Gottesdienst in der Salvatorkirche, der um 18 Uhr beginnt, melden sich Interessierte vorab telefonisch an: 0203 287262.

Die vorherige telefonische Anmeldung ist auch ein Muss für die Gläubigen, die einen der beiden Reformationsgottesdienste der evangelischen Nordgemeinden mitfeiern möchten. Sie können wählen, ob sie am 31. Oktober 2020 um 15 Uhr oder am gleichen Tag um 19 Uhr zur Hamborner Friedenskirche, Duisburger Straße 174, kommen und teilen dies unbedingt mit (Tel. 0203 – 36979704; täglich 15-17 Uhr). Das Vorbereitungsteam, zu dem Menschen aus den evangelischen Gemeinden Hamborn, Meiderich, Neumühl, Obermeiderich, Ruhrort-Beeck und der Bonhoeffer Gemeinde Marxoh Obermarxloh gehören, wirbt mit dem bekannten Motiv vom Struwwelpeter für die Gottesdienst und setzt als Titel den Satz „Eine haarige Angelegenheit“ unter die Zeichnung der bekannten Figur mit den langen Fingernägeln und dem nicht zu bändigen Schopf. In welchem Zusammenhang all dies mit der Reformation, dem Glauben und Gott stehen kann, erfahren Interessierte in beiden Gottesdiensten.

Die Gemeinde Wanheimerort feiert den Reformationstag am 31. Oktober um 19 Uhr in der Gnadenkirche mit einem Festgottesdienst. Besucherinnen und Besucher wissen, dass in den Gottesdiensten derzeit grundsätzlich Maske getragen werden muss, auch am Platz. Wichtig ist, dass auch für den Reformationsgottesdienst eine telefonische Anmeldung bei Pfarrer Muthmann notwendig ist (0203 / 722383). Pfarrer Jürgen Muthmann hat sich zum Reformationstag ein besonderes Predigtthema vorgenommen und spricht „Von dem Mut, auch die unbequeme Wahrheit zu sagen…“. Die passende Musik mit modernen und traditionellen Lieder machen Sängerin Christine Gladbach und Gemeindekantor Daniel Drückes.

Stichwort Reformationstag (Quelle: www.reformationstag.de)
Am 31. Oktober wird im Gedenken an die Reformation von evangelischen Christen der Reformationstag gefeiert. In einigen Bundesländern in Deutschland ist der Reformationstag gesetzlicher Feiertag. Der Überlieferung nach soll der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther am Tag vor Allerheiligen 1517 (1. November) seine 95 Thesen zu Ablass und Buße an die Tür der Wittenberger Schlosskirche angeschlagen haben. Er lud, wie zu dieser Zeit üblich, zu einer akademischen Disputation. Zudem hatte er seine Thesen an geistliche und weltliche Würdenträger in Briefform geschickt. Diese Einladung zur Disputation war gleichzeitig der Beginn der Reformation. Luther kritisierte die damalige Auffassung, dass der Mensch durch gute Werke und also auch durch die Zahlung von Ablass von der Sünde erlöst werden könne.

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