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Düsseldorf. Mit dem Bauwerk bekommt der Heerdter Lohweg einen direkten Anschluss an die Bundesstraße B7

Ein spektakulärer Brückeneinschub ist am Samstag, 14. November, am Heerdter Lohweg über die Bühne gegangen: Ein auf der nördlichen Seite der Bundesstraße B7 vormontierter Stahlüberbau für die neue Brücke wurde in seine endgültige Position über der Bundesstraße 7 eingefahren.

Mit der neuen Brücke bekommt der Heerdter Lohweg einen direkten Anschluss an die Bundesstraße B7. Im Zuge dieser Arbeiten wird nun das alte, bereits abgebrochene Brückenbauwerk über der Brüsseler Straße durch einen Neubau ersetzt.

Vor Ort haben Florian Reeh, Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, und Bernd Kentenich, Leiter der Abteilung Straßenbau im Amt für Verkehrsmanagement, Einzelheiten zum Brückeneinschub und zum Fortgang der Arbeiten vorgestellt.

“Das Gewicht des eingeschobenen Stahlüberbaus beträgt rund 750 Tonnen. Als gestalterische Besonderheit wird die Straßenbeleuchtung in die beiden Stahlbögen integriert”, erläuterte Florian Reeh.

Die Bogenbrücke hat eine Gesamtlänge von 66 Metern und ist insgesamt 25,5 Meter breit. Es werden zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung mit einer Fahrbahnbreite von je 3 Meter hergestellt sowie beidseitig ein getrennter Geh- und Radweg. Die Beleuchtung auf dem Brückenbauwerk wird in die Brückenbögen integriert. Die zwei neuen Knotenpunkte werden mit Ampeln ausgestattet.

Für den Einschub der Brücke musste die Brüsseler Straße/B7 ab Freitagabend, 13. November, für den Verkehr in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden. Die Sperrung wird voraussichtlich am Montag, 16. November, 5 Uhr, wieder aufgehoben.

Anschlussstelle Heerdter Lohweg
Die Arbeiten für den Bau der neuen Anschlussstelle laufen seit Sommer vergangenen Jahres. Mit der neuen Anschlussstelle Heerdter Lohweg wird ein weiterer Teil des Verkehrskonzeptes Heerdt/Oberkassel umgesetzt und damit eine räumlich und zeitlich kurze Anbindung an das Fernstraßennetz hergestellt.

Die neue Anschlussstelle wird im Westen durch die Schiessstraße, im Norden durch die Willstätterstraße, im Osten durch den Verkehrsknoten Heerdter Dreieck und im Süden durch die Pariser Straße begrenzt. Künftig werden mit dem Anschluss folgende neue Fahrbeziehungen geschaffen:

– Auffahrt auf die B7 vom Heerdter Lohweg in Fahrtrichtung Mönchengladbach über eine Schleifenrampe nördlich der B7 und westlich des Heerdter Lohweges.
– Auffahrt auf die B7 vom Heerdter Lohweg in Fahrtrichtung Rheinalleetunnel über eine Rampe südlich der B7 und östlich des Heerdter Lohweges.
– Abfahrt von der B7 von der Theodor-Heuss-Brücke kommend über eine Schleife nördlich der B7 und westlich des Heerdter Lohweges.
– Abfahrt von der B7 aus Mönchengladbach kommend über eine Rampe südlich der B7 und westlich des Heerdter Lohweges.

Zudem wird die Verkehrsführung von der vorhandenen Auffahrt Prinzenallee auf die B7 in Fahrtrichtung Mönchengladbach optimiert. Die Fahrzeuge werden auf einer neuen Fahrbahn, parallel zur Hauptfahrbahn, mit Verflechtungsbereich überführt. Das Einfädeln auf die Hauptfahrbahn erfolgt dann westlich des Heerdter Lohweges. Grundsätzlich werden alle vorhandenen Wegebeziehungen für Fußgänger und Radfahrer beibehalten. Im gesamten Ausbaugebiet des Heerdter Lohweges werden Fahrradfahrer und Fußgänger auf getrennten Rad- und Gehwegen in den Nebenanlagen der Straße geführt.

Auf der Südseite der Brüsseler Straße wird eine 400 Meter lange Lärmschutzwand errichtet. Das vier Meter hohe Bauwerk verläuft zwischen Schiessstraße und Heerdter Lohweg und wird von beiden Seiten begrünt.

Stand der Arbeiten
Fertig gestellt wurden bereits die parallele Fahrbahn auf der nördlichen Seite der Brüsseler Straße sowie große Teile der Fahrbahn in Richtung Kaarst. Für die Erneuerung des Straßenentwässerungskanals im Mittelstreifen der Brüsseler Straße und Asphaltarbeiten an den Hauptfahrbahnen wurde schon die verkehrsärmere Zeit der Corona-Einschränkungen im Frühjahr 2020 genutzt. Die Arbeiten wurden vorgezogen. Ebenfalls erledigt worden sind Sondierungen. In der Folge wurden zwei Verdachtspunkte frei gelegt, bei denen nicht ausgeschlossen werden konnte, dass dort Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg lagen.

Das südliche und nördliche Widerlager der neuen Straßenbrücke Heerdter Lohweg sind weitgehend fertiggestellt. Die Montage des Stahlüberbaus ist nun soweit fortgeschritten, dass dieser nun in seine endgültige Lage gefahren und in die Widerlager eingebunden werden kann. Im Anschluss werden die Fahrbahnplatte hergestellt und Restarbeiten an der Brücke erledigt. Dabei sind leider Sperrungen der Brüsseler Straße nicht zu vermeiden.

Beim Straßenbau laufen die Arbeiten auf der Südseite der Brüsseler Straße in Fahrtrichtung Düsseldorf weiter. Dort bauen die Arbeiter die Fahrbahn und die Kanäle zur Entwässerung. Die Aus- und Auffahrt der zukünftigen Anschlussstelle am Heerdter Lohweg sind bereits gut zu erkennen. Nördlich der Brüsseler Straße laufen die Arbeiten zur Anpassung des Heerdter Lohweges an die neue Verkehrsführung. Diese Arbeiten können allerdings nach der Fertigstellung der neuen Brücke über die B7/Brüsseler Straße endgültig abgeschlossen werden. Auch die Fertigstellung der neuen Zu- und Abfahrt von der nördlichen Brüsseler Straße in Fahrtrichtung Kaarst auf den Heerdter Lohweg kann nun nach der Fertigstellung des neuen Brückenbauwerks erfolgen.

Ende 2021 soll die neue Anschlussstelle planmäßig fertig gestellt sein.

Verkehrskonzept Heerdt/Oberkassel
Um der steigenden Verkehrsbelastung aufgrund der städtebaulichen Entwicklungen im linksrheinischen Stadtbezirk 4 Rechnung zu tragen, wurde das Verkehrskonzept Heerdt/Oberkassel entwickelt. 2004 wurde das Konzept vom Rat der Stadt Düsseldorf per Grundsatzbeschluss bestätigt.

Das beschlossene Konzept umfasst folgende Bausteine:
– Verbindung der vorhandenen Erschließungsstraßen Willstätter Straße und Am Seestern/Fritz-Vomfelde-Straße/Prinzenallee durch eine Basisstraße zu einem zentralen Erschließungsstraßenzug vom Seestern bis zum Forum Oberkassel. Diese Basisstraße ist bereits fertiggestellt und ist die Verlängerung der Willstätter Straße.
– Anschluss Heerdter Lohweg an die B7, welcher sich aber aufgrund der Geometrie des Heerdter Dreiecks nicht als Vollanschluss in Gänze am Heerdter Lohweg verwirklichen ließ und sich daher in zwei Abschnitte aufteilt.
Teil 1: Die Fahrbeziehungen in Richtung Theodor-Heuss-Brücke sowie eine Abfahrt aus dem Rheinalleetunnel über zwei neue Rampen in Höhe des Knotenpunktes Prinzenallee / Greifweg. Dieser Anschluss ist bereits fertiggestellt.
Teil 2: Ausfahrten aus Richtung Theodor-Heuss-Brücke und A52 / B7, sowie Auffahrten in Richtung Rheinalleetunnel und A52 / B7. Dieses Projekt wird im jetzigen Umbau realisiert.
– Schließung der Anschlussstelle Benediktusstraße/Heesenstraße. Dies kann erst erfolgen, wenn die Anschlussstelle Heerdter Lohweg in Betrieb ist.

Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hatte den Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss für den Umbau des Heerdter Lohweges mit Gesamtkosten in Höhe von rund 21,6 Millionen Euro am 14. Juni 2018 beschlossen.

Überwachten für das Amt für Verkehrsmanagement den korrekten Einschub der Brücke (v.l.n.r.): Amtsleiter Florian Reeh, Abteilungsleiter René Eis, Kahled Ben-Mehrez und Bernd Kentenich (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer)
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