(Foto: Thomas Kaumanns)
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Neuss. Die Sparkasse Neuss schließt zum Jahresende das SB-Center auf der Bergheimer Straße. Dagegen regt sich im Dreikönigenviertel Protest. Der Stadtverordnete Thomas Kaumanns (CDU) hat bereits mehrere Beschwerden erhalten und sich deshalb mit einem Brief an den Vorstand der Sparkasse gewendet.

Bislang gibt es auf der Bergheimer Straße 62 – direkt gegenüber dem Botanischen Garten – ein SB-Center mit Geldautomat und SB-Terminal. Es hat vor einigen Jahren die dortige Filiale ersetzt und ist täglich von sechs bis 23 Uhr geöffnet. Zum 31. Dezember soll dieser Standort geschlossen werden. Das hat die Sparkasse durch einen Aushang vor Ort bekanntgegeben.

Kaumanns beklagt, dass damit ein ganzer Stadtteil von der fußläufigen Versorgung mit Bargeld und Bankdienstleistungen abgeschnitten wird. „Hier im Dreikönigenviertel und den angrenzenden Straßen wohnen rund 11.000 Menschen. Für sie fällt die ,Sparkasse um die Ecke‘ weg.“ Die nächstgelegenen Geldautomaten auf der Oberstraße in der Innenstadt und auf der Preußenstraße im Stadionviertel seien insoweit keine Alternative – insbesondere für die vielen Menschen, die bedingt durch Alter, Krankheit oder Behinderung nicht mobil sind.

Außerdem fürchtet der Stadtverordnete eine Abwanderung von Kunden und Kaufkraft in Richtung Innenstadt: „Wer zum Geldabheben sowieso in die Innenstadt muss, wird dann auch dort zum Bäcker, Kiosk oder Supermarkt gehen. Die Abwanderung von Kunden und Kaufkraft ist für das Dreikönigenviertel am Rande der Innenstadt keine gute Perspektive. In den vergangenen Jahren haben wir hier im Viertel schon Metzger, Apotheken und andere kleine Geschäfte verloren. Dieser Trend darf sich nicht fortsetzen, damit das Dreikönigenviertel nicht zu einer Schlafstadt wird.“

Kaumanns hofft, dass die Sparkasse auch in Zukunft im Dreikönigenviertel präsent bleibt. Dabei denkt er nicht nur an einen festen Geldautomaten, sondern alternativ auch an eine „Mobile Filiale“, wie sie andere Sparkassen schon betreiben.

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