Der neue Mauerabschnitt wird ähnlich aussehen wie dieses im vergangenen Jahr fertiggestellte Teilstück vor dem Amphitheater (Foto: Axel Thünker DGPh)
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Xanten. Vor wenigen Tagen haben die Bauarbeiten für ein weiteres Teilstück der römischen Stadtmauer im LVR-Archäologischen Park Xanten begonnen. Nachdem im letzten Jahr der Mauerabschnitt südlich des Amphitheaters bis zum neuen Parkeingang an der Straße Am Rheintor fertiggestellt wurde, erfolgt nun auf einer Länge von 53 Metern die Errichtung der nach Westen in Richtung Antoniusstraße anschließenden Mauer.

Wie bei allen Rekonstruktionen im AXP üblich, wird auch das neue Mauersegment exakt über den im Boden erhaltenen Grundmauern des römischen Vorbilds gebaut. Die originalen Fundamentreste wurden an dieser Stelle seit 2016 ausgegraben und unterhalb des sichtbaren Bereichs zur Konservierung mit einem Betonfundament überfangen, auf dem jetzt die neue Rekonstruktion errichtet wird.

Der Sockelbereich der Mauer wird aus sogenannten Grauwacke-Steinen gebaut, die schon die Römer aus dem Bergischen Land importierten. Der obertägig sichtbare Teil besteht wie in der Antike aus Tuffsteinen aus der Vulkaneifel. Die Mauer wird auf dem leicht nach Westen ansteigenden Gelände durchschnittlich 6,30 Meter hoch rekonstruiert und erhält hinter den Zinnen einen Wehrgang aus Eichenholz. Da das heutige Baurecht einen größeren Abstand zwischen höheren Bauten und Straßen vorschreibt, wird an der Antoniusstraße, anders als bei der antiken Mauer, kein Turm rekonstruiert werden können.

Das neue Teilstück vervollständigt nach seiner Fertigstellung im Herbst des kommenden Jahres das Entrée des APX mit römischer Stadtmauer beiderseits des modernen Eingangsgebäudes. Die Maßnahme wird zu 60 Prozent durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW gefördert und von der Firma Engenhorst aus Alpen durchgeführt.

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