Die Jubiläumsspende des Lions Club Viersen zum 60-jährigen Bestehen überreichten Präsident Dirk Kohlen (l.) und Pressereferent Gerd Lamers symbolisch an Bürgermeisterin Sabine Anemüller (Foto: Lions Club)
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Viersen/Nettetal. Unterstützung für soziale und kulturelle Projekte

Spenden statt Feiern – seinen 60. Geburtstag beging der Lions Club Viersen auf besondere Weise: Weil ein Jubiläumsfest wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, stellten die Lions insgesamt 6.000 Euro für soziale und kulturelle Vereine und Organisationen zur Verfügung.

Je 1.000 Euro erhielten der Kinderschutzbund Viersen, Kindertraum e.V. Nettetal, das Hospiz Haus Franz in Dülken, der Verein Königsburg 2.0 in Süchteln, die AWA – Aktionsgemeinschaft Viersen–West-Afrika sowie „Lions Lichtblicke“, die augenmedizinische Projekte für Kinder in ärmeren Ländern der Welt unterstützen. Wegen der aktuellen Corona-Situation überreichten der Präsident des Lions Club Viersen, Dirk Kohlen, und Pressereferent Gerd Lamers die Jubiläumsspende symbolisch an Bürgermeisterin Sabine Anemüller.

Die Bürgermeisterin verband ihren Dank mit einem herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag: „Der Lions Club ist ein Pfund für Viersen. Hier kommen ganz unterschiedliche Menschen zusammen, um sich für andere zu engagieren, denen es nicht so gut geht“, sagte Anemüller. Als wohltätige Service-Organisation setze sich der Lions Club Viersen ehrenamtlich für die Gemeinschaft und für Menschen in Not ein, erläutert Dirk Kohlen. „Für unsere Jubiläumsspenden wollten wir eine gute Mischung aus lokalen und internationalen Projekten finden.“

Rund 40 Mitglieder hat der Lions Club Viersen. Ärzte sind ebenso darunter wie Rechtsanwälte, Freiberufler und Handwerker. „Wir achten auf berufliche Vielfalt“, sagt Kohlen. Bevor ein neues Clubmitglied aufgenommen werden kann, müssen alle übrigen Mitglieder zustimmen. „In 99 Prozent der Fälle ist es eine Mitgliedschaft fürs ganze Leben“, so der Präsident. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder zu einem Clubabend, bei dem zumeist aktuelle Themen behandelt werden. Gesellschaftliche Veranstaltungen ergänzen das Programm.

Bei seiner Gründung vor sechs Jahrzehnten war der Lions Club Viersen einer der ersten seiner Art in Deutschland. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten beispielsweise der damalige Viersener Stadtdirektor Dr. Karl-Heinz van Kaldenkerken, der vor wenigen Wochen im Alter von 95 Jahren verstorben ist, der Augenarzt Dr. Rudolf Bieler, der Rechtsanwalt Rudolf Cordes und Otto A. Andreae, Geschäftsführer der Süchtelner Weberei Christoph Andreae. Erster Präsident wurde Gottfried Löhrer, der damalige Justitiar von Kaiser’s Kaffee.

Das Motto der weltweiten Lions-Bewegung lautet: „We Serve“ („Wir dienen“). Die 1,4 Millionen Mitglieder engagieren sich für Menschen, die Hilfe benötigen. „Wichtige Ziele sind die Bekämpfung von Augenkrankheiten und vermeidbarer Blindheit sowie für alle Menschen der Zugang zu sauberem Trinkwasser“, sagt Gerd Lamers.

Der Lions Club Viersen unterstützt Opfer von Katastrophen in Haiti und anderswo ebenso unbürokratisch wie soziale Projekte in Viersen. Als gemeinsame Aktivität mit dem Lions Club Leuven, neben Venlo einer der beiden Partnerclubs der Viersener, entstand in einem Dorf in Kongo eine Straßenbeleuchtung.

Seit vielen Jahren unterstützt der Lions Club begabte Abiturienten aus dem Kreis Viersen, die ein Studium nur schwer finanzieren könnten, mit einem Stipendium. In Kooperation mit der Rösler-Stiftung werden derzeit etwa zehn Stipendiaten gefördert – und das nicht nur finanziell: Jeweils ein Lions-Mitglied begleitet einen von ihnen als Mentor.

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