Auch mit Blick auf die kommenden Monate hat die Stadt Kaarst heute ihre eigene Impfkampagne gestartet. Ziel ist es, die Impfbereitschaft in Kaarst anzukurbeln. Lokale Multiplikatoren erzählen deshalb, warum sie sich impfen lassen ( © Stadt Kaarst)
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Kaarst. Seit heute können die Ü80-Jährigen einen Impftermin vereinbaren. Bis zum Sommer soll laut Auskunft des Bundes-Gesundheitsministeriums ein Impftermin für alle Impfwilligen möglich sein. Die Stadt Kaarst nimmt den Start der Anmeldephase zum Anlass, eine eigene Impfkampagne zu veröffentlichen. „Wir alle wollen unser normales Leben zurück. Wir alle wollen das Leben unserer Familien, Freunde und Bekannten schützen. Deshalb führt kein Weg an einer Impfung vorbei“, sagt Bürgermeisterin Ursula Baum. Auf der Homepage der Stadt sind Informationen zum Impfzentrum, zu Möglichkeiten der Terminvergabe, zur Unterstützung der Stadt und allgemeine Informationen zur Impfung abrufbar (www.kaarst.de/coronaimpfung). Dort sind auch fünf Kampagnen-Motive zu finden, die bisher veröffentlich wurden. Weitere Motive werden folgen.

Die Kaarster Fotografin Leslie Barabasch hat fünf Personen aus Kaarst in Szene gesetzt, die alle einen guten Grund für die Impfung haben. Darunter ist auch der Kaarster Allgemeinmediziner und Impfarzt Dr. med. Ulrich Theisen. Er ist aus beruflichen Gründen bereits geimpft, da er in den Kaarster Altenheimen die besonders gefährdeten Personen mit der immunisierenden Spritze versorgt. Dr. Theisen erläutert in einem zusätzlichen Video die Wirkweise des Impfstoffes und klärt zu Risiken und Nebenwirkungen auf.

Auch Helge Achenbach, Gründer des Kaarster Kulturhofes „Culture without borders“, ist Teil der Kampagne. Er möchte der Kunst und der Kultur endlich wieder zu ihrer verdienten Aufmerksamkeit verhelfen. Pfarrer Martin Pilz hofft hingegen, dass nach der Impfung seine Gemeinde wieder „zusammenrücken“ kann. Und Feuerwehrfrau Pia Kamp sieht in der Impfung den einzigen Weg, das Virus aus unserem Leben zu löschen.

Bürgermeisterin Ursula Baum ist ebenfalls Teil der Kampagne. Sie weiß, dass es auch Vorbehalte gegen den Impfstoff oder das Impfen im Allgemeinen gibt. „Diese Vorbehalte nehmen wir ernst. Aber wir müssen auch deutlich machen, welche Konsequenzen eine Impfverweigerung hat. Noch immer sterben jeden Tag in Deutschland mehrere hundert Menschen. Im Kreis steigen die Fallzahlen erneut an. Wir können das öffentliche Leben nicht dauerhaft auf ein Minimum begrenzen. Was wir brauchen, ist eine dauerhafte Lösung. Und diese ist ohne Impfung nicht in Sicht.“

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