(Foto: privat)

Xanten. In Zeiten der Energiewende setzt der Verteilnetzbetreiber Westnetz auf digitale, intelligente Technik, um auf die Veränderungen und komplexen Herausforderungen der stetig wachsenden erneuerbaren Energien zukunftsorientiert reagieren zu können. Dafür wurde das Westnetz-weite Projekt „Netzbetrieb 4.0“ entwickelt.

Durch den Einsatz von Windenergie, Photovoltaik und zunehmender Elektromobilität ergibt sich eine höhere Auslastung der Netze. Daher ist eine technisch innovative Anpassung der Stromnetze an die sich neu entwickelnden Gegebenheiten erforderlich. Mit dem Einbau der intelligenten Systeme von „Netzbetrieb 4.0“, kann Westnetz zukünftig, die aus dem Niederspannungsnetz resultierenden Live-Daten wie Strom und Spannung besser beobachten und flexibler auf Änderungen der Netzaktivitäten reagieren.

Bürgermeister Thomas Görtz und Westnetz haben sich verständigt, dass das Xantener Stromnetz zukunftsfähig und noch moderner ausgerüstet wird. „Wir sind offen für digitale, innovative Neuerungen im Stromnetz und wollen mithelfen und mitgestalten die Energiewende weiter nach vorne zu bringen“, sagt Thomas Görtz.

Im Xantener Innenstadtbereich wurden beginnend im letzten Jahr mehrere Ortsnetzstationen und Kabelverteilerschränke mit moderner Messtechnik ausgestattet. Dafür waren an mehreren Stellen Tiefbauarbeiten erforderlich. Die neue Messtechnik ermöglicht die Übertragung von Live-Daten zum Zustand des Stromnetzes über das Mobilfunknetz. So kann das Netz im Echtzeit analysiert und bedarfsgerecht erweitert werden. Darüber hinaus können ungewünschte Zustände wie Stromausfälle noch schneller erkannt und behoben werden.

Oliver Sauerbach, Leiter des Regionalzentrums Niederrhein der Westnetz erläutert dazu: „Wir haben mit automatisierten Ortsnetzstationen im Mittelspannungsnetz gute Erfahrungen im Bereich der Digitalisierung gemacht. Die Digitalisierung der Niederspannung ist der nächste, logische Schritt. Daher werden wir im Stadtgebiet von Xanten und in unserer Region weitere  moderne Stationen installieren und die Ortsnetze dann mit Netzbetrieb 4.0-Technik digitalisieren.“

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