Bei der 1100-Jahr-Feier anno 1998: Dorfschreiber Klaus Langusch († 2. April 2021) bei der Arbeit (Foto: Archiv Runder Tisch)
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Duisburg. Nachruf

Im „Niederrheinfenster“ im Rathaus Duisburg fehlte über Jahrzehnte das Rumeln-Kaldenhausener Wappen. Bis Dorfschreiber Klaus Langusch genauer hin sah. Wenig später ist die ehemalige Doppelgemeinde am Burgplatz heraldisch verewigt. „Typisch Klaus“, sagt der langjährige Weggefährte Ferdi Seidelt und fasst wichtige Leistungen des über Ostern im Alter von 80 Jahren nach längerer Krankheit verstorbenen Rumelners in Form eines Nachrufs zusammen.

Kaum war der Krupp’sche Dreher und spätere Maschinenbau-Techniker 1967 nach Rumeln gezogen, gründete der überzeugte Katholik in der gerade eingerichteten Pfarrgemeinde St. Marien den Kirchenchor und leitete den Pfarrgemeinderat. Der aus dem Kirchbauverein hervorgegangene CDU-Karneval im „Haus Waldborn“ erlebte unter seiner Führung eine TV-reife Perfektion, seine Wertschätzung für den Fanfarencorps DSB Rumeln war genau so sprichwörtlich wie für die örtliche Heimat- und Bergbau-Geschichte. Wie selbstverständlich übernahm er Verantwortung beim stark in Rumeln engagierten Bauverein Rheinhausen, dessen Aufsichtsrat er führte und in dem er 20 Jahre lang ein wertvoller Ratgeber war. Als kalligraphisch versierter Dorfschreiber hatte er nicht nur während der fulminanten Feier „1100 Jahre Rumeln“ alle Hände voll zu tun. „Sein Einsatz für die Menschen war einzigartig.“

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