v.l. Oberbürgermeister Felix Heinrichs (Foto: Stadt MG) und Landrat Dr. Andreas Coenen (Foto: Dr. Andreas Coenen)
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Mönchengladbach/Kreis Viersen. Nach intensiven Beratungen haben die Verwaltungsspitzen der Stadt Mönchengladbach, des Kreises Viersen, der Stadt Viersen und der Stadt Willich eine unterschriftsreife Erklärung zur gegenseitigen Unterstützung bei Projekten im Schienennahverkehr ausgearbeitet.

Ein wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung ist die Verlängerung der S 28 bis nach Viersen. Hierüber wurden in den vergangenen Monaten neue Beratungen zwischen den Partnerkommunen aufgenommen. In den vergangenen Wochen wurde die gemeinsame Erklärung abgestimmt. Sie kann nun in den jeweils zuständigen Gremien der Städte und des Kreises zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Über die Verlängerung der S 28 mit Endhaltepunkt im Bahnhof Viersen hinaus umfasst die Vereinbarung eine Reihe weiterer Projekte des Schienenpersonennahverkehrs am linken Niederrhein. Diese haben positive Effekte für die gesamte Region. Hierzu zählen unter anderem:

  • Die Beibehaltung der Linie RE 13 (Venlo-Viersen-Mönchengladbach-Düsseldorf-Wuppertal-Hamm) und die Sicherung der Anbindung der heutigen Haltepunkte mit dem gewohnten Takt bei einer Realisierung einer schnellen Schienenpersonenverbindung zwischen Eindhoven und Düsseldorf
  • Die Beschleunigung des RE8 zwischen Köln und Mönchengladbach sowie die Einrichtung einer zweiten S6 auf der Strecke durch Bau eines zweiten Gleises zwischen Rheydt Hauptbahnhof und Rheydt-Odenkirchen
  • Die Verlängerung der S8 über Mönchengladbach Hauptbahnhof bis Rheydt Hauptbahnhof beziehungsweise optional bis nach Erkelenz/Hückelhoven, verbunden mit einem zusätzlichen Haltepunkt im Bereich der Hochschule Niederrhein.

Die Beteiligten sind sich einig, dass die Projekte in ihrer Gesamtheit ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des regionalen Schienenverkehrs sind. Die Vereinbarung ist daher ein Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität am linken Niederrhein. So wird auch die Vereinbarkeit zwischen der S 28 und dem Radschnellweg zwischen Krefeld, Willich und Mönchengladbach in der Vereinbarung festgeschrieben.

Landrat Dr. Andreas Coenen sagt: „Ich freue mich, dass wir mit dem regionalen Konsens nun endlich Einvernehmen über die Verlängerung der S 28 bis nach Viersen erzielt haben. Das ist neben den weiteren enthaltenen Verbindungen ein ganz wichtiges Projekt für die Mobilitätswende, für das wir lange gekämpft haben. Die gesamte Region wird davon profitieren. Nun können wir endlich mit der Umsetzung beginnen.“

Oberbürgermeister Felix Heinrichs betont: „Die Herausforderungen der Zukunft sind so groß, dass wir nur im engen Schulterschluss mit den regionalen Partnern vorankommen. Nachhaltige Mobilität auf der Schiene ist ein Megaprojekt, das längst überfällig ist. Für Mönchengladbach ist die Fortführung der S8 mindestens bis Rheydt und der Ausbau des RE13 bis Eindhoven elementar. Weitere Projekte wie die Beschleunigung des RE8 zwischen Köln und Mönchengladbach oder auch der Ausbau der Gewerbefläche am Flughafen haben Priorität und nutzen der gesamten Region. Beim Ausbau der S28 konnten wir jetzt klare Rahmenbedingungen vereinbaren, die für die Natur, die Anwohnenden und die Gesamtstadt enorm wichtig sind. Das ist ein gutes Paket, mit dem wir nun in die Diskussion in der Stadt einsteigen.“

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